Das trostlose Kaff Perfection, mitten in der Wüste Nevadas gelegen, wird Angriffspunkt einer unheimlichen Gattung von Riesenwürmern, die sich höllisch schnell unter der Erde vorwärtsbewegen können. Die insgesamt 14 Einwohner des Dorfes sind ihres Lebens nicht mehr sicher. Doch zwei findige Cowboys, der junge Valentine und der zynische Earl Basset, stellen sich den Würmern zum Kampf. Ihnen zur Seite steht die Geologin Rhonda LeBeck, die ebenso wie alle anderen in Perfection eingeschlossen ist…
Ron Underwoods Regie-Erstling ist eine gelungene Hommage an die alten 50er-Jahre-Monster-Klassiker vom Schlage der Jack-Arnold-Filme. Zusätzlich bekommt aber noch der im heutigen Kino bis zum Erbrechen ausgereizte Cowboy-Machoismus-Mythos mit seinem Waffenfetischismus eins auf die Mütze. So ballanciert der Film nicht ungeschickt zwischen Humor und Spannung. Zudem bietet „Im Land der Raketenwürmer“ Nonstop-Action, sehenswerte F/X, gute, weil spaßige Dialoge und eine Handlung, die etwas abseits üblicher Genrestücke liegt. Bedingt durch den Handlungsort Wüste und durch seine Kurzweiligkeit ist „Im Land der Raketenwürmer“ ein Film, bei dem man gerne einige Six-Packs draufgehen läßt, zumal das Ganze überaus kurzweilig geworden ist. 1996 folgte eine ebenso überzeugende Fortsetzung („Tremors II“). Alternativtitel: „Tremors– Im Land der Raketenwürmer“. Mit Fred Ward, Kevin Bacon, Finn Carter, Michael Gross u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin