Dies ist die x-te Verfilmung des bekannten Stevensons-Romans: Der renommierte Doktor Henry Jekyll, diesmal ein psychotischer Sexprotz, verwandelt sich mittels einer Droge und eines geheimnisvollen Badezusatzes(!) in den nicht minder bekloppten Mister Hyde. In der Rolle des alter Ego begeht Jekyll einige Morde, kann aber auch seine Geliebte davon überzeugen, daß das lasterhafte Leben schön ist. So badet sein holdes Weib flugs mit besagtem Zusatz
Der Film ist ein ziemlich gequälter Versuch, den guten alten Gothic-Horror aufleben zu lassen. Trotz eines Übermaßes an viktorianischen Sets und einem guten Production-Design kann „The Bloodbath of Dr. Jekyll“ gerade auf dieser Ebene nicht überzeugen, denn das Ganze wirkt zu gekünstelt und eher wie ein verschämter Blick in die Nostalgie. Positiv anzumerken ist die mit Weichzeichner verfremdete Fotografie, die sich wie ein alptraumhafter Schleier über die Handlung legt. Udo Kier als Dr. Jekyll genießt offensichtlich die mit einigen Sexszenen und genüßlichen Sadismen gespickte Story, so daß wenigstens von dieser Seite her Freude beim Zuschauen aufkommt. Fazit: zwiespältig und schön schräg. Mit Udo Kier, Marina Pierro, Patrick Magee, Howard Vernon u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin