Franks Bewertung

starstarstar / 5

0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

Diese Kritik stammt aus der Buchreihe "Die Angst sitzt neben Dir"


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Review

von Frank Trebbin

Der irre Jake betreibt zusammen mit seine zwei derangierten Söhnen einen schwunghaften Handel mit den Organen von Menschen, die inszenierten Highway-Unfällen zum Opfer gefallen sind. Als Tarnung genügt dem mörderischen Trio ein Schrottplatz inmitten der weiten Wälder von Georgia. Dort kommt eines Tages die Familie der an den Rollstuhl gefesselten April Evans hin, die in der Nähe einen Unfall hatten. Als Jake die junge April sieht, weiß er sofort, daß sie die einzige würdige Nachfolgerin seiner verstorbene Frau ist…

Stilsichere, an manchen Stellen jedoch überdrehte Backwood- und Organspende-Variante, wobei die eigenen kruden Einfälle die geklauten Motive überwiegen. So findet man neben der Saw-Family-ähnlichen Figurenkonstellation à la „Ketten-Sägen-Massaker“ auch eine mumifizierte Leiche im Bett und ein Krokodil als Haustier (siehe: „Blutrausch“). Schwarz-humoriger Höhepunkt ist eine bitterböse Parodie auf die in den USA weitläufigen TV-Prediger: Mad Jake schnippelt an seinen Opfern herum und zitiert hierzu aus der Bibel. Das Ganze wird dann per Mikrofon verstärkt und im Hintergrund hört man die noch lebenden Organspender, die kokonartig in einer alten Garage an den Wänden hängen, „Halleluja“ und „Amen“ rufen. Das ist schon ganz schön derbe. Das letzte Drittel vom Film ist jedoch eine blutig-ernste Nervenstrapaze, die sich ganz dem die-Bösen-sterben-nie-Formeln des Genres verschrieben hat. „Mad Jake“ ist mit Sicherheit kein ganz großer Wurf, aber immerhin schräger Junk-Food-Horror aus der Backwood-Ecke. Mit Danny Nelson, Christian Hesler, Ralph Pruitt Vaughn, Ray Walston, John Saxon u.a.

© Selbstverlag Frank Trebbin

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