Franks Bewertung

starstarstar / 4

0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

Diese Kritik stammt aus der Buchreihe "Die Angst sitzt neben Dir"


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Review

von Frank Trebbin

Der junge Graf Mino lebt bei seiner herrischen Mutter und deren Haushälterin Martha. Minos Hochzeit mit der attraktiven Laura steht kurz bevor, da tötet Martha diese und auch noch Minos Mutter. Der Grund: Martha selbst will Mino heiraten, um an das Geld der Familie heranzukommen. Doch Mino wird ob der Taten wahnsinnig und fängt an, wahllos junge Frauen zu töten. Um ihr Ziel doch noch zu erreichen, macht sich Martha zur Komplizin…

Zwischen psychologischem Horror (z.B. Mutter-Sohn-Komplex) und Gothic-Ambiente (das Schloß, die ausgestopften Tiere) hin und her pendelnd, so präsentiert sich diese italienische Schwarzweiß-Produktion aus dem Jahre 1965. Für damalige Zeiten sicherlich schockierend, wirken die inzestuösen Szenen, die Ausflüge in die Nekrophilie sowie das kaltschnäuzige, grausame Erpressungsspiel Marthas heute eher zahm und zurückhaltend. Franco Nero –im Titelvorspann als Frank Nero aufgeführt– spielt die Rolle des wahnsinnigen Grafen mit einer stoischen Ruhe, die sich in seinem unbewegten Mienenspiel widerspiegelt. Obwohl gewisse Parallelen zu Hitchcocks „Psycho“ nur schwer zu übersehen sind, entwickelt „Das dritte Auge“ doch einen einigermaßen eigenständigen Charme, der vor allem durch das schockreiche Schlußdrittel erreicht wird. Mit Franco Nero, Gioia Pascal, Olga Sunbeauty, Diana Sullivan u.a.

© Selbstverlag Frank Trebbin

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