Als sein Bruder, ein Stricher, von einem brutalen Serienmörder getötet wird, kehrt Pater Michael Killan in seine Heimatstadt auf Puerto Rico zurück. Sein Onkel Dan, der die Ermittlungen in den Mordfällen leitet, bittet Michael um Mithilfe, denn Michael glaubt in den Blutarabesken der Tatorte erkennen zu können, dass der Täter in den Künstlerkreisen der Stadt zu finden sei. Und richtig: Lewis Garon, der Killer, ist ein expressionistischer Maler und religiöser Fanatiker dazu...
Durch die langatmige Inszenierung (inklusive schwermütiger Klavier-Soundtrack), die zwar Wert auf die Typenzeichnung legt, dafür aber die Spannungskurve mächtig tief hält, verkommt "Im Namen des Mörders", der sich auf nicht uninteressante Weise als schwerer Stoff um Schuld, Sühne, Sexualität und Identität entpuppt, zu einem zwiespältigen Psychothriller-Zwitter, bei dem der Zuschauer viel Aufmerksamkeit aufzubringen hat. Einzelne Motive, wie z. B. die merkwürdige Jesus-Statue in Garons Atelier, sind gut gewählt und hätten es verdient, nochmals in einem besseren Film verarbeitet zu werden. Dennis Hopper in der Rolle des Killers ist wie immer höchst intensiv, schafft es aber nicht, das Ruder herumzureißen. Des weiteren mit Richard Grieco, Efrain Figuero, Bridget Ann White u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin