Review

Um die Belegschaft ihres "Clubs" aufzufrischen (also die "Schabracken", wie es heißt), sind Angelo (Timo Rose) und Mike (Marc Fehse) auf der Suche nach Frauen. Dabei geraten sie an die dralle Manila (Pornosternchen Manila May), die sie vergewaltigen, bis sie tot scheint. Darin täuschen sie sich allerdings und Manila setzt zur blutigen Rache an. In einem zweiten Handlungsstrang flechtet Bethmann sein Lieblingsthema Frauenfolter über die ach so böse Angel ein, die die Mädchen in dem Puff hier und da züchtigt. An Story ist das nicht gerade viel, offensichtlich geht es dem Amateurfilmer auch nur darum, möglichst viele Nacktszenen und diverse Gewaltakte unterzubringen. Überflüssig ausgebreitet ziehen sich die Darstellerinnen immer wieder an und aus, die Story hingegen geht nur schleppend voran. Die für Herrn de Palma typische Monumental-Laufzeit von 160 min ist gnadenlos übertrieben, viele langatmige Einstellungen hätten besser in der berühmten Tonne Platz gefunden. Die ausgewalzten Sex-Fake-Szenen sind bestenfalls für Sexploitation-Allesgucker interessant, ansonsten ist das Gestümper, was die Darsteller fabrizieren, zum größten Teil an den Haaren herbeigezogen. Mit der aufgeblasenen Gangstertour wirken die Beteiligten lächerlich hoch drei, einzig Oliver Krekel kann selbstironisch als Astro-Chef gefallen. Der Rest versucht sich in billigem Mackergehabe ("Soll ich dich dezimieren"), wobei die Dialoge zwischen unglaublich schlecht und bemüht gagig schwanken. Besonders lustig sehen die Möchtegern-Sexy-Kandidaten in Close-Ups aus, die dank mieser Kamera comichaft verzerrte Gesichter zeigen, unfreiwillige Lacher geben nicht nur diese Szenen ab. Zwischendrin gibt es auch einiges an Goreszenen, die aus diversen bekannten Horror- und Exploitationfilmen kopiert wurden, auch dort macht es eher die Quantität als die Qualität. Schnell wird auffällig, dass "Der Todesengel" eine uninspirierte Ansammlung von Verweisen aus Andreas Bethmanns Videosammlung ist. Dass die wohlsortiert ist, mag wohl niemand bezweifeln, den Film macht das jedoch auch nicht besser. Plumpe Unerotik statt funktionierender Story, die, obwohl inhaltlich nicht viel passiert, manchmal unverständlich bleibt, was nicht zuletzt am miesen Schnitt liegen dürfte. Uninteressanter Home-Made-Sexploiter in Überlänge.

Fazit: Typischer Bethmannstreifen, hauptsache langatmig und frauenfeindlich. Wer das nicht braucht: Finger weg. 1/10 Punkten

Details