Eine ehemalige britische Kronkolonie in Afrika ist der Schauplatz schrecklicher Ereignisse: Die von den früheren Kolonialherren ermordeten Voodoo-Priester erwachen wieder zum Leben und machen die Gegend als Vampire unsicher. Die Gruppe von Wissenschaftlern, die nach dem geheimnisvollen Leopardenkult forscht, wird von den Untoten arg dezimiert.
Regisseur Amando de Ossorio arbeitet auch bei diesem Genrebeitrag im Stile seiner „reitenden Leichen“: Rituelle Handlungen, graphische Morde und sich in Zeitlupe bewegende Untote bestimmen die ansonsten eher comichafte Ausgestaltung des Ganzen. In Portugal billig heruntergekurbelt, sollen dem Zuschauer durch die Setauswahl (drei Palmen in fünf Reihen) teure Drehorte auf dem schwarzen Kontinent vorgegaukelt werden. Die Besetzung der Rollen durch altbekannte Knallchargen wie Jack Taylor paßt gut in das Gesamtbild des Filmes, dessen Handlung sich offensichtlich in ihrer Trivialität sonnt und dem vergleichbare atmosphärisch dichte Bilder wie bei denen der o.g. Filmreihe von Amando de Ossorio fehlen. Der Unterhaltungswert von „Woodoo– Inferno des Grauens“ beschränkt sich allein auf die Zurschaustellung von Sex und Gewalt, und diese beiden Komponenten sind für damalige Zeiten ganz schön vordergründig ausgefallen. Alternativtitel: „Woodoo– Orgie des Grauens“. Mit Simon Andreu, Jack Taylor, Lorena Tower, Maria Kosti u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin