Das Taucherteam der Unterwasserbohrinsel „Deep Core“ wird zu Hilfe gerufen, als ein US-Atom-U-Boot aus unbekannter Ursache vor der Küste Kubas auf Grund läuft. Die Taucher können allerdings nur noch die Leichen in dem leckgeschlagenen U-Boot bergen. Währenddessen mehren sich die Anzeichen, daß sie nicht alleine auf dem Meeresgrund sind. Eine außerirdische Intelligenz hat es sich am Cayman-Abgrund gemütlich gemacht…
Wenn man „The Abyss“ in der 135-Minuten-Fassung sieht, hat man den Eindruck, daß James Cameron seinen Zenit als Geschichtenerzähler mit der Schaffung von „Aliens“ überschritten hat, denn dieser Unterwasser-Abenteuerstreifen ist zum größten Teil eine Ansammlung von Eigenzitaten. Der Horror der außerirdischen Wesen hält sich stark in Grenzen und erinnert eigentlich viel mehr an die Spielbergsche Tränendrüsen-Mystik à la „E. T.“. Das alles ändert sich, wenn man die erst 1993 veröffentlichte „The Abyss– Special Edition“ sieht, die ein Mehr von 32 Minuten Handlung bereithält (Wertung: 4). Da stimmen dann plötzlich die Charaktere, da wird dann einiges viel klarer. Auch die Aliens vermitteln dann nicht mehr nur den Eindruck exotischen Beiwerks. Der vordergründig eingeflochtene James-Bond-Plot (Ein US-Leutnant, der dem Rettungsteam der „Deep Core“ angehört, klaut eine Atombombe aus dem U-Boot und schnappt über) wird mehr und mehr in den Hintergrund gedrängt und ist nur noch Action-Alibi für die philosophisch bewegende Grundaussage von „The Abyss“. Alternativtitel der Kurzfassung: „Abyss– Abgrund des Todes“. Mit Ed Harris, Mary Elizabeth Mastrantonio, Michael Biehn, Leo Burmester u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin