Nancy Johnson ist ein junges Mädchen, die nach einer mißglückten Vergewaltigung durch ihren Stiefvater die Koffer packt und abhaut. Zusammen mit Tom und Hank, bei denen sie mitgetrampt ist, gerät Nancy auf ihrem Weg nach Kalifornien in die Hände einer Teufelssekte, die immer neuere Menschenopfer sucht.
John Russos in Pittsburgh gedrehter Film zeichnet sich vor allem dadurch aus, daß er die Geschichte aus „Ketten-Sägen-Massaker“ mit ihrer unvergeßlichen Atmosphäre variantenreich verändert und neu erzählt. So wird aus der Saw-Family eine Teufelssekte, aber die makabren Details mit Möbeln aus Gebeinen und mumifizierten Leichen bleiben. Daß „Midnight“ nicht zum allzu offensichtlichen Abklatsch wird, dafür sorgen zum einen die hervorragenden Effekte von Tom Savini und zum anderen das nicht ganz bierernste Spiel der Besetzung. Der Film startet ziemlich lahm und breitgewalzt, gewinnt aber schnell an Fahrt und läuft im blutigen Schlußdrittel auf Horror-Hochtouren. Fazit: „Midnight“ ist bizarres Genrekino mit dem Zeug zum B-Klassiker. Die NTSC-OF läuft ganze 94 Minuten. Mit Lawrence Tierney, John Amplas, Melanie Verlin, Robin Walsh u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin