Franks Bewertung

starstarstar / 3

0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

Diese Kritik stammt aus der Buchreihe "Die Angst sitzt neben Dir"


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Review

von Frank Trebbin

Eigentlich sollte der junge Italiener namens Nero nur seiner Freundin eine Salbe aus der nahegelegenen Apotheke besorgen, doch als er ins Haus zurückkommt, entdeckt er die Leiche eines Mannes in der Wohnung. In der Annahme, daß seine Freundin die Mörderin sei, zerstückelt Nero den Leichnam und versucht, die Reste zu „entsorgen“. Beim Verbuddeln am See wird Nero jedoch von einem Privatdetektiv beobachtet, der Nero daraufhin zu erpressen versucht. Neros Freundin ersticht kurzerhand den Privat Eye, und nun hat man eine zweite Leiche am Hacken…

Produzent Claudio Argento präsentiert uns mit „Nero“ eine rabenschwarze Komödie, die weder vor den makabersten Gags noch vor ein paar vergossenen Litern Blut zurückschreckt. Die Geschichte erzählt die wahre Odyssee eines Mannes, der im guten Glauben handelt und „nur“ seine Freundin schützen will. Natürlich tritt er damit eine Lawine in Gang, die ihn irgendwann zu begraben droht. Wie Nero mit den immer wieder neuen Wendungen in seinem Leichen-Fall fertig wird, ist schon wirklich sehenswert. Slapstick und Wortwitz wechseln sich gekonnt ab, ohne in die Niederungen trivialer italienischer Komödien à la Adriano Celentano abzugleiten. Wenn man „Nero“ betrachtet, fragt man sich doch glatt, was Giancarlo Soldi mit einem ernsten Horrorstoff anfangen würde. Auf Video letterboxed (1,63:1). Mit Sergio Castellitto, Chiara Caselli, Carlo Colnaghi, Luis Molteni u.a.

© Selbstverlag Frank Trebbin

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