Franks Bewertung

starstarstar / 4

0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

22.02.2016
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Review

von Frank Trebbin

1. Staffel

Der Krieg der Engel gegen die Menschen ist vorbei, die Erde gleicht einer Wüstenei. Vier wehrhafte Mega-Cities haben sich gebildet, um als letzter Zufluchtsort für die Menschen zu fungieren. Erzengel Michael hat sich gegen seinesgleichen gestellt, denn die finale Schlacht zwischen Himmel und Erde ist noch nicht geschlagen: gebannt wartet man nämlich auf das Erscheinen eines Erlösers, eines Kriegers, der ganz besondere Tattoos haben soll. In Vega, einer dieser Cities, geht Wachmann Alex Lannen seinem Dienst nach. Als sein verschwunden geglaubter Vater wieder auftaucht und kurz darauf stirbt, erscheinen auf Alex‘ Körper merkwürdige Schriftzeichen…

„God's Army“ hat es einst (1995) vorgemacht, „Legion“ legte 2010 nach und vier Jahre später haben Scott Stewart, Produzent des vorgenannten Films, Vaun Wilmott als Creator und die Macher des SyFy-Channels aus dem Kampf-der-gefallenen-Engel-auf-Erden-Stoff sogar noch eine TV-Serie gezimmert: „Dominion“, eine leider leicht unterproduzierte Fantasy- und Action-Mischung, die mit den üblichen Serienzutaten wie Familienzwist, Drama und Soap-Opera-Verwicklungen aus dem Drehbuchcomputer unterfüttert ist und inhaltlich ein paar Jahre nach „Legion“, also nach der großen Apokalypse, spielt. Optisch orientiert sich das Ganze am Stil-Mix eines „Die Tribute von Panem“ und fährt Gladiatorenkämpfe und Löwenkäfige neben futuristischem Set-Design und alten Patriarchen in Fantasieuniformen auf. Damit spricht man sowohl Katniss-Everdeen-Fans als (möglicherweise) auch Freunde der „Spartacus“-Show gleichermaßen an, denn in punkto Sex und Gewalt trifft man sich ebenso geflissentlich in der Mitte. Die horizontale Erzählweise von „Dominion“ entspricht zwar modernen Standards, zeigt aber erstaunlicherweise schon nach wenigen Folgen deutliche Abnutzungserscheinungen. Wiederholungen, künstlich erzeugtes „Spannungspotential“ und levelartige Begegnungen zwischen dem als Anti-Helden sorgsam auf Sparflamme gesetzten Alex und einigen Gegnern zeugen davon, dass das auch ganz offiziell als „Legion“-Spin-Off vermarktete Material doch eher dünn ist und man als Horror- bzw. Fantasy-Fan eh schon fast alles kennt. Ein netter Zeitvertreib – nicht mehr, nicht weniger. Die erste Staffel wartet mit einem klassischen Pilotfilm auf und endet auch mit einer Doppelfolge. 2015 erschien eine zweite Staffel. Eine dritte gab es dann schon mangels Zuschauer nicht mehr. Bildformat: 1,78:1. Mit Christopher Egan, Roxanne McKee, Tom Wisdom, Anthony Head u. a.

© Selbstverlag Frank Trebbin

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