Bodega Bay, ein kleines Fischernest kurz hinter San Francisco, wird zum Dreh- und Angelpunkt des geheimnisvollen Amoklaufs der Vogelwelt. Die gefiederten Tiere bedrohen die Bevölkerung und lassen das idyllische Städtchen zu einem Ort des Schreckens werden. Der junge Anwalt Mitch Brenner, seine Mutter und Mitchs Bekannte Melanie Daniels verbarrikadieren sich in ihrem Haus, um die nächtlichen Angriffe der Vögel zu überstehen. Am nächsten Morgen ist der Spuk vorbei– doch eine Erklärung für das Verhalten der Tiere hat niemand.
Alfred Hitchcocks vielgelobter und oft zitierter „Die Vögel“ ist ein frühes Vorbild für die Mitte der 70er Jahre hochschäumende Tier-Horror-Welle und eine perfekte Filmschablone. So werden hier schon all jene wegweisenden Ideen vorgestellt, die in späteren, ähnlich gestrickten Streifen nur noch variiert werden. Die gut inszenierten und recht glaubwürdigen Tricksequenzen helfen der damals etwas phantastisch anmutenden Geschichte sehr gut über die Runden, denn heutzutage ist man an eher jedwedes Killergetier gewöhnt. Die Spezialeffekte der teilweise recht harten Angriffsszenen werden dann zur Nebensache, wenn wie im Fall des Griffs durch ein Fenster, echte Möwen in die ungeschützte Hand eines „Stuntman“ hacken. Alfred Hitchcock hat es mit „Die Vögel“ wieder einmal verstanden, aus einem minimalen Handlungsgerippe (die literarische Vorlage von Daphne du Maurier ist eine Kurzgeschichte), ein Powerplay an Spannung über die gesamte Laufzeit zu erzeugen. Ein Meisterwerk. Mit Rod Taylor, Tippi Hedren, Suzanne Pleshette, Jessica Tandy u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin