Franks Bewertung

starstarstar / 4

0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

Diese Kritik ist Bestandteil der erstmalig in der SPLATTING IMAGE veröffentlichten Fortführung von "Die Angst sitzt neben Dir"


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Review

von Frank Trebbin

London. Eine Gruppe junger Einbrecher knackt das unterirdische Verlies des Antiquitätenhändlers Abraham Van Helsings, weil sie dort fette Beute vermuten. Finden tun sie allerdings nur einen Sarg, den sie auch prompt mit in die USA nehmen(!?) Während des Fluges entkommt diesem Sarg eben jener Dracula, den man schon aus unzähligen anderen Filmen kennt. Sein Weg führt ihn nach New Orleans, wo Mary Heller, die nichteheliche Tochter Van Helsings, als jungfräuliche Mitarbeiterin in einem „Virgin Megastore“ arbeitet. Mary ist mit Dracula mehr verwandt als man ahnt, und so verbindet beide eine schicksalhafte Geschichte...

Bram Stokers Vampirgeschichte im neuen Gewand oder wie man einen klassischen Horrorstoff für die MTV-Generation aufbereitet. Keine Angst, Leute, ganz so kühn wie in „Stigmata“ geht es in dem von Wes Craven produzierten „Dracula“ nicht zu (einzige Ausnahmen: Marys übertrieben kirchlicher Background und die Erklärung darüber, wer Dracula wirklich ist!), doch werden sich die Fans der alten Hammer-Verfilmungen schon ein wenig umschauen müssen. So vereint Patrick Lussier, der seinen Film auch geschnitten hat, mehrere moderne Subkulturlinien und läßt sich fröhlich von „Buffy“, „Scream“ und anderen Pop-Kultur-Mythen beeinflussen. Im Ergebnis darf man dann einen „Dracula“ bewundern, der nur bedingt den Regeln des Genres folgt, dafür aber immerhin straight forward inszeniert ist und dank der stakkatohaften Handlung kaum Langeweile aufkommen läßt. Die mehr oder weniger kleinen Löcher in der Logik der Geschichte werden durch die teilweise beeindruckenden Bilder (Kamera: Peter Pau) überdeckt. Alternativtitel: “Wes Craven präsentiert Dracula”. Auf DVD letterboxed (2,35:1). Mit Gerard Butler, Christopher Plummer, Jonny Lee Miller, Justine Waddell u.a.

© Selbstverlag Frank Trebbin

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