Franks Bewertung

starstarstar / 4

0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

12.06.2014
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Review

von Frank Trebbin

Das Städtchen Caplongue in der französischen Provinz: 1Fußballstadion, 765 Sitzplätze, 4 Ultras und das Pokalspiel gegen die Profis von Olympique Paris. Und weil der örtliche Arzt möchte, dass das Spiel zugunsten des Außenseiters ausgeht, spritzt er seinem Sohn, dem Stürmer von Caplongue, schon seit geraumer Zeit muskelaufbauende Mittelchen. Doch die letzte Spritze am Morgen des Spiel lässt den so Geimpften sich sofort in einen rasenden Irren verwandeln, der ganz schnell dafür sorgt, dass andere angesteckt werden und dass das Spiel eine Wende nimmt, die kein Schiedsrichter der Welt in den Griff bekommt...

An der überaus erfolgreichen Zombiefilmkomödie „Shaun Of The Dead“ wird sich wohl so mancher neuerliche Versuch, in die gleiche Kerbe zu hauen, messen lassen. Also auch „Goal Of The Dead“, der schon im Titel die Nähe zum vorgenannten Vorbild verdeutlicht. Doch so leichtfüßig und locker kommt diese dem Grunde nach nicht uninteressante Mischung aus Sportfilm, Provinz-Zote und Infizierten-Horror-à-la-“28 Days Later“ ungeachtet mancher inszenatorischer Kabinettstückchen (das Schema der durch zwei Regisseure inszenierte zwei Halbzeiten, ein paar knackige Zeitlupenspielereien und die Aufnahmen im Bengalofeuer-erleuchteten Stadion) nicht daher. Zeichnet sich Benjamin Rochers erste Hälfte durch eine fast schon übertrieben detaillierte, viel zu unlustige Einführung der Protagonisten aus, bei der die Witze nur ganz wenig Funken schlagen, wird naturgemäß in der zweite Hälfte, die Thierry Poiraud inszenieren durfte, mächtig aufgedreht und es geht teilweise heftig zur Sache. Hier zündet plötzlich auch der schwarze Humor und der geneigte Fan derartiger Crossover-Experimente darf einige Schenkelklopfer loswerden. Ein Fun-Splatterfilm ist „Goal Of The Dead“ aber dennoch nicht geworden, denn dazu sind die diesbezüglichen Einlagen zu unspektakulär geraten – und ob man mit dieser französischen Produktion Fußballfans von der WM in Brasilien abzulenken vermag, sei noch dahingestellt. 2,35:1. Mit Xavier Laurent, Alban Lenoir, Jean François Cayrey u. a.

© Selbstverlag Frank Trebbin

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