Lou Garou ist eigentlich ein ganz typischer Kleinstadt-Bulle: trinkfest, eher uninteressiert an seiner Arbeit und bei den Kollegen deshalb nicht unbedingt ganz oben auf der Beliebtheitsskala. Als er eines Abends den Auftrag bekommt, mal wieder nach Jugendlichen zu schauen, die auf den Feldern angeblich satanische Rituale durchführen, gerät er wirklich an drei Mitglieder einer uralten Teufelssekte, die Lou prompt in einen Werwolf verwandeln. Warum? In zwei Tagen ist Sonnenfinsternis und die Sektenmitglieder brauchen zu diesem Zeitpunkt frisches Werwolfblut. Lou lässt sich das aber nicht gefallen, zimmert sich ein Wolfmobil und räumt in seiner Stadt auf…
Eins muss man ja Lowell Dean mit seiner zweiten Regiearbeit lassen: er versucht erst gar nicht, den Trash-Charakter des völlig schwachsinnigen „WolfCop“ irgendwie zu kaschieren. Im Gegenteil! Schon von den ersten Minuten an ist man sich sicher, keinen wirklich ernsthaften Vertreter des Werwolf-Subgenres vor sich zu haben und natürlich auch keine liebevolle Hommage wie einst John Landis mit „American Werewolf“. Hier und heute soll es bitteschön eine an alte Troma-Filme erinnernde, nicht immer ganz geschmackssichere Horror-Comedy-Mischung sein, die ihre Low-Budget-Basis nicht versteckt und im Grunde eigentlich nur damit bei Fans punkten kann, dass eher viel Latex und Kunstblut als steriles CGI zum Einsatz gekommen sind. So sind dann natürlich die mitunter schon recht grotesken Masken-Effekte (aber auch die Werwolf-Rotkäppchen-Sexszene!) die knallig-fragwürdigen Höhepunkte von „WolfCop“ geworden, der ansonsten von der Optik her eher unauffällig geraten ist. Inhaltlich wird viel verwurstelt (gerade im abstrus daherkommenden Finale), motivisch bewegt sich „WolfCop“ fast schon auf „Fargo“-Terrain – also auf schneebedeckten Kleinstadtstraßen und unter Kautabakspuckenden Dumpfbacken. Wer ahnt, worauf er sich einlässt, dem wird’s gefallen. Bildformat 1,78:1. Mit Leo Fafard, Amy Matysio, Sarah Lind, Jonathan Cherry u. a.
© Selbstverlag Frank Trebbin