Franks Bewertung

star / 4

0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

24.09.2014
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Review

von Frank Trebbin

Irgendwann nach dem großen Knall: Die Erde ist quasi entvölkert, doch überall treiben noch kleine Horden sogenannter Ninja-Clans – ausgestattet mit teilweise übernatürlichen Fähigkeiten – ihr Unwesen. Während eines Clan-Treffens in einem unterirdischen gelegenen Atombunker wird Großmeister Fumitaka hinterrücks ermordet. Schnell hat man den Lost-Clan als Schuldigen abgestempelt, so dass Anführer Cage und seine Leute flüchten und sich ihren Weg nach oben an die Erdoberfläche freikämpfen müssen…

In den 1980ern hatte man das Italo-Kopier-Kino, welches sich z. B. mit „Fireflash – Der Tag nach dem Ende“ oder der „The Riffs“-Reihe an die Erfolgsfährten von „Mad Max“, „Die Klapperschlange“ & Co. heftete. Heute wird südlich der Alpen kaum noch in Film gemacht, heute kopiert sich Hollywood abseits von Hollywood doch lieber gleich selbst. So auch in „Ninja Apocalypse“, der den durch die beiden Scott-Adkins-„Ninja“-Streifen ausgelösten (kleinen) Hype ausnutzt und noch einmal das in eingangs erwähnten bekannten Vorbildern längst hinreichend abgehandelte Endzeit-Szenario bemüht, um eine mehr oder weniger spröde weil unoriginelle weil allzu offensichtliche Ich-mach-mal-auf-Walter-Hills-„The Warriors“-Story zu verwursteln. So geht es in ödester Videospielmanier in billigen Studiobauten quasi von Level zu Level (hier im Bunker: von Stockwerk zu Stockwerk), Gang gegen Gang ist da angesagt und zum Schluss ruft man dann noch sogar noch ein paar Infizierte à la „Resident Evil“ auf den Plan. Der Anteil der Action an sich geht ok, doch in Verbindung mit den billig einkopierten Visual Effects und dem sterilen CGI-Gesplatter kommt das alles viel zu trashig-ernsthaft und uninspiriert daher. Auf der Tonspur werden Banalitäten ausgetauscht; Dialoge mag man das nicht nennen. Fazit: Mit diesem inhaltlich wie filmischen Schwachsinn dürfte Lloyd Lee Barnett, der als Digital-Compositor an Erfolgsfilmen wie „Herr der Ringe“, „Spider-Man“ oder „Avatar“ mitwirken durfte, dauerhaft keinen Fuß in die Tür zur Aufstiegsriege zum Regisseur bekommen haben. Bildformat: 2,35:1. Mit Christian Oliver, Les Brandt, Isaac Singleton jr. Tara Macken u. a.

© Selbstverlag Frank Trebbin

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