Am Ende der Ming-Dynastie befiehlt der junge Kaiser, die Eunuchen-Clique, die Einfluss auf seinen Amtsvorgänger hatte, zu eliminieren. Kaiserliche Assassinen werden losgeschickt, um die Mordaufträge zu erledigen. Als der unglücklich in eine Hure verliebte Lian dabei die Gelegenheit bekommt, sich von einem potentiellen Opfer bestechen zu lassen und das Geld auch zum Vorteil seiner ebenfalls in der Garde arbeitenden Freunde Yichuan und Jian Xing einzusetzen, nimmt das Schicksal seinen Lauf und die drei geraten in ein politisches Komplott, welches zur tödlichen Gefahr wird...
Wer sich damit arrangieren kann, dass auch „Brotherhood Of Blades – Kaiserliche Assassins“ die übliche, altbekannte Story um Korruption, Intrigen und Hinterlist auf der einen Seite und Kameradschaft und Aufrichtigkeit auf der anderen Seite erzählt, der wird mit diesem recht solide produzierten Martial-Arts-Movie aus China, das natürlich nicht frei von ideologischen Untertönen ist, recht schnell warm, denn die vielen Schwertkampfszenen kommen in einem aufgeräumten Stil daher, der nicht von ungefähr an die alten Filme der Shaw-Brothers und deren immer leicht nach Studioaufnahmen „riechenden“ Inszenierungen erinnert. Parallelen zu den besseren Chang-Cheh-Filmen aus den 1970er-Jahren werden da schnell ausgemacht; turbulent und mit zunehmender Laufzeit immer blutiger geht es nämlich auch bei Regisseur Lu Yang zu, dessen zweiter abendfüllender Film dies erstaunlicherweise erst ist. Was „Brotherhood Of Blades – Kaiserliche Assassins“ ein wenig vom Gros ähnlich gearteter und erzählter Geschichten unterscheidet, ist der Umstand, dass den drei Hauptakteuren so etwas wie Hintergrund bzw. persönliches Schicksal zuteil wurde. Dies macht den besonderen Reiz des Films aus und unterfüttert die sehenswerte Action mit jenem guten Quäntchen Melodramatik, die man bereits aus seligen Hongkong-Zeiten kannte. Bildformat: 2,35:1. Mit Chang Chen, Liu Shishi, Wang Qianyuan, Li Dongxue u. a.
© Selbstverlag Frank Trebbin