Franks Bewertung

starstar / 4

0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

12.04.2015
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Review

von Frank Trebbin

3D-Review

Nachdem im 12. Jahrhundert die Kreuzzüge beendet wurden, hat es zwei Ritter – unabhängig voneinander – gen Osten ins ferne China verschlagen. Während der eine als berüchtigter Bandit namens „weißer Geist“ die Silberberge unsicher macht, verdingt sich Jacob, der das Grauen der Kreuzzüge im Opiumrausch zu ertränken versucht, als „sword for hire“. So übernimmt er dann eher aus Zufall auch die Leibwache für Zhao, dem jungen, aber rechtmäßigen Thronerben des ermordeten Königs, und seiner großen Schwester Lian, die vor dem tyrannischen Shing fliehen müssen...

„Outcast – Die letzten Tempelritter“ wird es wirklich nicht einfach haben, sein Publikum für sich zu erwärmen. Er ist kein guter Film, nein, aber auch kein wirklich schlechter. Der auf den ersten Blick – Zusammenprall zweier mittelalterlicher Welten und Kodizes – nun mal nicht uninteressant erscheinende „Outcast – Die letzten Tempelritter“, eine chinesisch-franko-kanadische Co-Produktion, erzählt – durchaus mit Schauwerten und passabler Ausstattung versehen – dann leider doch nur die immer gleiche Geschichte eines einsamen, käuflichen Helden, der sich auftragsweise oder wegen seines Gewissens um eine ihm fremde Frau und ein Kind kümmert. Das kennen wir bereits hinlänglich in Form eines Western – lang, lang ist es her: „Mein großer Freund Shane“ – oder als Actionfilm wie letztens erst in „Get The Gringo“. Nun hat der eigentlich aus der Stuntman-Branche kommende Nick Powell das rührselige Stück in einer Art Mischung aus fernöstlichem Martial-Arts- bzw. Wuxia-Film und Ritter-Drama à la „Königreich der Himmel“ umgesetzt, bei dem der konsequent durchgeknallt aufspielende Nicholas Cage (nein, glücklicherweise nicht als Leading Actor eingesetzt) nur noch das Sahnehäubchen auf einer Inszenierung ist, die trotz mannigfaltiger Action schnell Langeweile verbreitet. Das alles passt nicht wirklich zusammen, das alles weist viele, viele kleine (Skript- bzw. Anschluss-)Fehler auf und hinterlässt eigentlich nur fragende Gesichter. Bildformat 2,35:1 und auf BD in 3D (offenbar nachträglich konvertiert; in weiträumigen, ruhigen Tableaus mit guter Tiefenwirkung; bei den hektisch und inflationär eingesetzten, mittels digitaler High-Speed-Kameras „verfremdeten“ Actionszenen ist eher Kopfschmerzalarm angesagt; absolut keine Pop-Outs, weswegen 3D eigentlich total verschenkt ist). Des weiteren mit Hayden Christensen, Jacob, Andy On, Yifei Liu u. a.

© Selbstverlag Frank Trebbin

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