Franks Bewertung

starstarstarstar / 1

0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

16.03.2015
414 Mal gelesen

Review

von Frank Trebbin

3D-Review

Pinguine sind ja so süß, Pinguine machen immer alles gemeinsam. Nur nicht das Trio Skipper, Kowalski und Rico, die schon bei ihrem ersten Kindheitsabenteuer eigene (gefahrvolle) Wege gehen, sich dem üblichen Pinguin-Einerlei nicht hingeben und zusammen mit einem geretteten Küken namens Private per Eisscholle in die weite Welt schippern. Und weil sich diese so wunderbar andersartigen Pinguine für die schärfsten Undercover-Agenten unter der Sonne halten, finden sie sich auch recht bald in einem turbulenten Abenteuer wieder, bei dem ein alter Bekannter, der eifersüchtige Oktopus Dave, versucht, sämtliche Pinguine der Welt in hässliche Monster zu verwandeln. Zusammen mit den tierischen Geheimagenten der Organisation „Nordwind“ versuchen die „Pinguine aus Madagascar“ ihre Artgenossen zu retten...

Eigentlich waren die Pinguine nur Sidekicks bzw. Stichwortgeber innerhalb der bislang dreiteiligen Animationsfilmreihe „Madagascar“, doch irgendwie hatten sie wohl so viele Lacher auf ihrer Seite, dass die Macher von Dreamworks sich dazu durchgerungen haben, einen ganzen Film mit ihnen zu machen. Und die Entscheidung war auch gut so! „Die Pinguine aus Madagascar“ ist nämlich ein herrlich abgedrehter 3D-Animationsstreifen, der in gewisser Weise die Traditionen alter Tex-Avery-Strips in Ehren hält und ziemlich gekonnt Slapstick, trockenen Humor und absurdeste Action miteinander vermengt. So wirkt der Film wie eine entfesselte Nummern-Revue, die sich an einem roten Faden namens kindgerecht spannender, zugegebenermaßen nicht immer sehr logischen Geheimagenten-Handlung entlanghangelt. Erwachsene sehen natürlich darin ein überdrehtes Persiflieren reichhaltig bekannter Vorbilder aus der James-Bond-Ecke und der „Mission Impossible“-Reihe. Klar hat man das alles schon woanders gesehen und – klar – gibt es möglicherweise rein filmisch betrachtet durchaus Anlass zur Kritik (das anfänglich Doppelbödige wird komplett fallen gelassen, das Finale erscheint etwas schludrig geschrieben zu sein), doch alles in allem ist rasante Unterhaltung der etwas anarchischen Art angesagt. Bildformat: 1,78:1 und in wenigen Szenen 2,35:1. Die 3D-Fassung von „Die Pinguine aus Madagascar“ ist ein Fest für Pop-Out-Fans, denn ganz, ganz viele Dinge, Gegenstände und Körperteile kommen Dir in Dein Wohnzimmer entgegen! Hier wird der unbestrittene Vorteil eines Animationsfilms, der digital bearbeitet wird, voll ausgespielt: Schärfe, Details, Tiefe – einfach alles ist auch in der Dreidimensionalität auf voller Höhe. Nur so sollte man „Die Pinguine aus Madagascar“ genießen, denn da ist ganz großer Spaß garantiert.

© Selbstverlag Frank Trebbin

Details
Ähnliche Filme