Franks Bewertung

starstar / 4

0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

19.01.2015
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Review

von Frank Trebbin

3D-Review

Julius wacht in einem verlassenen Krankenhaus auf – festgeschnallt und mit den Worten eines psychopathischen Chirurgen konfrontiert, dass er die nächsten vier Tage grausam gefoltert wird. Sollte er jedoch das Wort „genug“ sagen, so würde der irre Arzt von ihm ablassen, dafür allerdings in den Nebenraum gehen, um Nicole, die Ex-Frau von Julius, zu töten. Julius, der via Video den Nebenraum beobachten kann, soll dann dabei zu schauen. Während das Martyrium beginnt, denkt Julius darüber nach, ob Nicole die Liebe seines Lebens war…



„Szenen einer Ehe“ trifft auf „Saw“ – so oder so ähnlich könnte man die australische Billig-Produktion „Love Of My Life“ bezeichnen, der es zu keiner Minute gelingt, diesen sehr, sehr anspruchsvollen Spagat hinzubekommen ohne zu straucheln. Als Reflektion über die Existenz wahrer Liebe für ein reiferes Rosamunde-Pilcher-Publikum verschreckt Michael Budd, Regisseur, Produzent und Nebendarsteller, mit kurzen, im Vergleich zum Gros des Horrorgenres fast schon harmlosen Torture-Porn-Reminiszenzen; als Psychothriller oder gar Splatterfilm verfehlt der charismatische Australier, der durch die Rolle des Esmael in „The Cold Light Of Day“ bekannt geworden ist, allerdings das Ziel auch um Längen und verbreitet einfach nur gähnende Langeweile. So sitzt „Love Of My Life“ als bizarres Kleinod minimal-budgetierten Schauspieler-will-auch-mal-Regie-führen-Wunschdenkens so richtig zwischen den Stühlen, verärgert die eine wie die andere Fraktion und dürfte zu keiner Zeit eine Nische finden, in der er passen könnte. Hinzukommt, dass die Inszenierung an vielen Stellen extrem steril wirkt (z. B. fehlt es an glaubhaften Set-Pieces und selbst bei den Hintergrundgeräuschen für die Partyszenen hat man gespart) und die DF noch mit einer arg plumpen Synchronisation auffällt. Bildformat 1,78:1. Auf BD auch in 3D (Obwohl mit dem Zusatz „Real 3D“ beworben, macht „Love Of My Life“ nur den Eindruck einer mehr schlechten als rechten Konvertierung. Nur in ganz, ganz wenigen Szenen kommt der Film mit minimaler Tiefenwirkung daher; oft ist jedoch alles nur ganz leicht gestaffelt und von irgendwelchem Pop-Out-Feeling ist man meilenweit entfernt. Lohnt absolut gar nicht!). Des weiteren mit Diarmid Heidenreich, Peter O’Brien, Bel Deliá u. a.

© Selbstverlag Frank Trebbin

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