Franks Bewertung

star / 1

0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

Diese Kritik ist Bestandteil der erstmalig in der SPLATTING IMAGE veröffentlichten Fortführung von "Die Angst sitzt neben Dir"


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Review

von Frank Trebbin

Die Londoner Bibliothekarin Alice White führt ein merkwürdiges Doppelleben: tagsüber sortiert sie gesittet ihre Bücher, des Nachts baggert sie kräftig ihr unbekannte Männer an. Doch so richtig wild wird's erst bei Vollmond. Da verwandelt sich Alice nämlich in einen Wolf. Der Psychiater Luther Adams, dem Alice ihre Geschichte erzählt, glaubt ihr natürlich kein Wort und hält sie für schizophren. -- Diesen britischen TV-Streifen als einen lupenreinen Werwolf- oder selbst Horrorfilm zu bezeichnen, hieße, gängige Genreerfordernisse nicht zu kennen oder aber zu negieren. Viel eher ist "Wolfsfrau" ein mit Feminismus-Motiven angereichertes Frauendrama, das zufälligerweise auch die Verwandlung eines Menschen in einen Wolf zum Thema hat. Grüsel oder gar Gänsehaut wird nicht produziert, dafür aber jede Menge sozialkritische Nachdenklichkeiten, die da vor dem erstaunt-betrogenen Zuschauer genüßlich ausgebreitet werden. Wäre da mehr Humor, könnte man "Wolfsfrau" glatt als gewiefte Verarschung betrachten. Im TV matted (1,62:1). On-Screen-Titel ist "Wilderness - Wolfsfrau". Mit Amanda Ooms, Owen Teale, Michael Kitchen, Gemma Jones u.a.

© Selbstverlag Frank Trebbin

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