Franks Bewertung

starstarstar / 2

0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

Diese Kritik stammt aus der Buchreihe "Die Angst sitzt neben Dir"


706 Mal gelesen

Review

von Frank Trebbin

Im Jahre 1912 läßt der sinistre Dr. Orlof durch seinen willenlosen Assistenten Morpho, der darüber hinaus auch äußerlich eher einem Zombie ähnelt, hübsche junge Frauen entführen, die Orlof als Hautspender für das durch einen Unfall entstellte Gesicht seiner Tochter benötigt. Inspektor Edgar Tanner, der die Fälle der verschwundenen Mädchen untersucht, stößt erst mit Hilfe eines Trunkenboldes und einer Nachtclubsängerin auf die Spur des Doktors. Bevor Orlof jedoch verhaftet werden kann, richtet ihn Morpho hin.

Auch wenn viele dies hier für den besten Film von Jess Franco halten, so kann ich mich nicht ganz dafür erwärmen. Nun gut, „Der schreckliche Dr. Orlof“ ist technisch weitaus besser als ein Gros des Outputs, den der Spanier seit Jahren so ausstößt. Dennoch sehe ich darin nichts wirklich Großartiges. Die Handlung stammt aus Georges Franjus „Augen ohne Gesicht“, die Szenen in Orlofs altem Schloß erinnern schmerzlich an die besseren Gothic-Horrorfilme hammerscher Prägung, und die ellenlangen Nachtclubsequenzen kann man mit jenen aus der deutschen Edgar-Wallace-Reihe vergleichen, sind sie doch gleichsam langweilig. Nur die existenzialistische Schwarzweiß-Fotografie knüpft an die alten Stummfilmklassiker an und verleiht dadurch „Der schreckliche Dr. Orlof“ eine Aura des harschen Schreckens. Ob die deutsche Fassung geschnitten ist, läßt sich heute nicht mehr sagen, weil der Film hierzulande nicht mehr zur Verfügung steht. Zur Besprechung lag mir die US-Fassung vor. Mit Howard Vernon, Conrado San Martin, Diana Lorys, Maria Silva u.a.

© Selbstverlag Frank Trebbin

Details
Ähnliche Filme