Franks Bewertung

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0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

31.08.2015
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Review

von Frank Trebbin

Angestachelt durch die Reklame an einem an der Farm vorbeifahrenden Bus entwickelt Shaun, das Schaf, den Plan, für sich und den Rest der Herde einen „freien Tag“ zu organisieren: der Farmer soll betäubt, der Hund Bitzer abgelenkt und das Farm- zu einem Ferienhaus wenigstens für kurze Zeit umfunktioniert werden. Doch dann läuft alles ganz anders: der Farmer landet plötzlich in der großen Stadt, verliert sein Gedächtnis und wird ohne sein Zutun zum Star-Friseur während Shaun und die anderen Schafe blöd aus der Wolle gucken. Eine Rettungsmission wird gestartet...

Shaun, das Schaf, ist Kult! Und das schon seit seiner Geburt in der „Unter Schafen“-Folge der längst eingestellten Knetfiguren-Serie „Wallace & Gromit“ im Jahre 1995. Es folgte eine eigene Spin-Off-TV-Show mit Mini-Folgen, die hoch und runter liefen; beliebt bei jung und alt und in vielen, vielen Ländern dieser Welt. Da war es nur eine Frage der Zeit, wann mal ein Kinofilm folgen und ob dieser auch der Kunst des nonverbalen Slapsticks im Stile eines Buster Keaton frönen würde. Nun, was soll man sagen? Natürlich ist auch „Shaun das Schaf – Der Kinofilm“ eine nicht enden wollende Abfolge gut entwickelter Gags und Absurdistan-Situationen und – natürlich – ist das Ganze rein visueller Natur, denn bis auf das unverständliche Gebrabbel der menschlichen Figuren funktioniert auch hier, knapp 90 Minuten lang alles ohne Dialoge. Und weil der Humor weder so explizit britisch wie in „Wallace & Gromit“ ist noch mit einer Anbiederung an die Meta-Ebene der versteckten Witze für Erwachsene verbunden wurde, ist „Shaun das Schaf – Der Kinofilm“ ein absolut unschuldiger, multinational funktionierender Spaß, der die erstaunlich kunstfertigen Knetfiguren-Filme der Aardman-Studios regelrecht adelt. Ok, die Story an sich ist nicht gerade neu, doch was Mark Burton, Richard Starzak und alle ihre Animationskünstler schlussendlich daraus gemacht haben, ist ein kleines, skurriles, schwer unterhaltsames Animations-Meisterwerk, das schon wegen der Detailfülle der „Kulissen“ ein zweites, drittes Ansehen lohnt.

© Selbstverlag Frank Trebbin

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