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Was kann man von einem Film erwarten, welcher „Hard Rock Zombies“ heisst?

Eine ganze Menge! Dahinter verbirgt sich kein grossartiger Splatterspass oder ein musikalisches Meisterwerk, sondern eine absolute Trash-Partygranate, welche nach dem Genuss der entsprechenden Mittel zum pausenlosen Gelächter anregt! Skurille Ideen,
teils wirklich toll dargestellt, sammeln sich in diesem unbekannteren US-Streifen in Massen!

Eine Hard Rock-Band (müsste man meinen.. was sie eigentlich spielen, ist synthetischer Pop) ist auf der Durchreise in einem Kaff. Dort sind die Bewohner von der langhaarigen Band gar nicht begeistert und sperren diese Punks ein. Zu allem Übel werden sie auch umgebracht – egal ob von einer Ghoul-Oma, welche ihr Gesicht in ein wuschiges grünes Wesen verwandeln kann und ständig herumschreit, oder von zwei Liliputanern, wovon einer total entstellt ist (in einer erstklassigen Gummimaske! Excellent! Troll 2 lässt grüssen!) oder vom stets wütenden Scheriff. Doch die Hardrocker kehren als lebende Tote zurück. Dumm dass die Gerächten ebenfalls zurückkehren. Dies ginge ja noch, wäre da nicht auch Adolf H. dabei..

Eine Zusammenstellung des schlechten Geschmacks! Und kein Wunder dass der Film hier wohl nie ungeschnitten erscheint. Zuersteinmal nimmt der Film sich natürlich kein bisschen ernst. Bereits die ersten fünf Minuten lassen alle denkenden Gehirnzellen absterben, ab der Hälfte ist man dann verloren – in einer echten Lachfalle. Da beginnt einer sich selbst aufzuessen (und dies den ganzen Film durch), ein verrückter alter deutscher Mann zieht seine Maske ab, ist plötzlich der Führer persönlich (gute vierzig Jahre getarnt) und will nun wieder die Welt erobern (mit provokanten Sprüchen, die es eben nur in der Originalversion zu hören gibt) oder mit dem Nazi-Liliputaner der wohl putzigste Zombie aller Zeiten. Die Hardrocker selbst sorgen für einige Lacher mit ihrem Gepose, sind aber schlussendlich nichts gegen die anderen faszinierenden Figuren – auch das tanzende Zombiemädel, welches den ganzen Film durch nur tanzt, sei zu erwähnen..

Soundtechnisch wird mit dem nötigsten Geplimpel gearbeitet, nur einige Songs werden von der Band zum Besten gegeben. Und dies ist eher negativ, ziehen die Songs einige Szenen unnötig in die Länge. Schauspielerisch darf man natürlich nichts erwarten, die Charaktere werden so schlecht und übertrieben dargestellt, herrlich. Splatter gibt es kaum, einige abgetrennte Arme und Köpfe, doch dies ist nicht besonders eindrucksvoll dargestellt. Trash eben!

Fazit: Wer mit Trashfilmen und schwarzem Humor gar nichts anfangen kann, der sollte vom Film fernbleiben. Wer auf derbe Witze steht, welche auch nicht intelligent fordern, ist hier richtig bei der Sache. Ein Gute-Laune-Partyfilm mit provozierenden Darstellungen und lustigen Einfällen. Allerdings bitte zur US-Version greifen. Geredet wird nicht viel (bzw. sehr oft auf deutsch) und unzensiert kann man den Streifen hierzulande eh nie sehen. Troma lasst grüssen!

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