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Singende Zombies, - davon gab es in den Achtzigern natürlich so einige, im Horrorfilm allerdings eher selten. Das Werk des Inders Krishna Shah war ursprünglich als Film im Film geplant, doch kurzfristig wurde er auf Spielfilmlänge gestreckt, was sich anhand einiger ausladender musikalischer Darbietungen rasch negativ bemerkbar macht.

Die Rockband um Jesse wollte eigentlich Konzerte im großen Rahmen geben, doch dann landet die Band in einem Provinznest, in dem die merkwürdigen Bewohner nichts von den Musikern halten. Folgerichtig werden sie umgebracht, jedoch von einem Fan ins untote Dasein zurück geholt, um sich an ihren Peinigern zu rächen…

Die merkwürdige Exposition, in der junge Menschen nackt baden, um anschließend umgebracht zu werden, macht bereits früh klar, dass auf handwerklicher Ebene einiges im Argen liegt. Das Editing ist eine Katastrophe, es gibt holprige Szenenübergänge und Sequenzen mit unglaublich schlechtem Timing, während die Ausleuchtung bei einigen nächtlichen Begebenheiten alles andere als optimal ist.

Hinzu gesellt sich der zunächst komplett lahme Inhalt. Rund 40 Minuten wohnt man den Auftritten einer Band bei, die eher im Bereich des Pop angesiedelt ist. Leider bleiben Songs wie „Shake it up, Babe“ oder „Cassie“ gnadenlos im Ohr hängen, - letztgenannter wird allerdings auch gleich dreimal gespielt. Die Figurenzeichnungen tendieren gegen Null, die dazugehörigen Darstellerleistungen allerdings auch.

Interessanter gestaltet sich die Chose erst, als sich skurrile Elemente beimengen, die auch von Troma stammen könnten. So isst sich im Verlauf diverser Zombiefizierungen ein Kleinwüchsiger mit Maske selbst auf, Hitler erscheint und schwafelt wirres Zeug, wobei nur selten deutsche Wortfetzen benutzt werden und ein Wolfsmensch mischt ebenfalls mit.
Leider werden die guten Ansätze immer wieder durch viel zu lange Passagen ausgebremst, die nichts zum Geschehen beitragen. Neben dem zu ausgiebigen Singsang diskutieren die Provinzbewohner teils minutenlang und auch potenzielle Gegenmaßnahmen müssen in allen Details ausformuliert werden.

Folgerichtig kommt die Action zu kurz, aber auch die Gewalteinlagen halten sich in Grenzen.
Es deuten sich kleine Bisswunden an, etwas Innerei fällt zu Boden, eine Stange landet im Hals und ein Kopf wird ausgehebelt. Die Effekte sind durchschaubar gestaltet, gleiches gilt für die lieblose Maske und die allenfalls zweckdienlichen Kostüme.

Etwa die Hälfte des Treibens dürfte Trashfreunden entgegen kommen, denn es gibt eine Reihe aufheiternden Humbugs, alberne Situationskomik und vielerorts geballtes Unvermögen. Diverse Lückenfüller reißen die gute Stimmung jedoch regelmäßig in den Keller, wodurch am Ende ein recht durchwachsener Unterhaltungswert übrig bleibt.
5 von 10

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