Krankenschwester Miranda ist nicht nur eine nette, gute sondern auch eine ehrgeizige Pflegekraft. OP-Schwester zu sein, ist ihr erklärtes Ziel. Und weil sie so beliebt ist, organisieren ihre Kolleginnen ein Blind Date für Miranda. Doch der Mann, der weit vor der Zeit vor ihrer Haustür auftaucht, ist nicht die erhoffte Verabredung: brutal wird Miranda in ihrem eigenen Haus vergewaltigt. Als der Täter schnell gefasst und abgeurteilt wird, beginnt Miranda zum Erschrecken ihres Vaters Kontakt zu ihrem Peiniger aufzunehmen. Doch welches Ziel verfolgt sie damit?
Thriller oder Drama – das ist hier die Frage. Im Pressetext zu „Return To Sender“ wird oft und gerne der Vergleich zu Alfred Hitchcock gezogen und der Hinweis gegeben, wie doch die englische Regielegende die unterkühlt aufspielende Rosamund Pike (nur sie rettet den Film hin zu ***) geliebt hätte. Das ist insoweit richtig, doch nie hätte der gute Alfred in einem seiner Filme die Zügel so schleifen lassen wie Fouad Mikati weit über eine Stunde lang in „Return To Sender“. Nichts, aber auch gar nichts zeichnet diese Zeit als Thriller aus; hier ist die Gefahr recht groß, dass man einfach mal abschaltet und wieder ein gutes Buch zur Hand nimmt. Dann versäumt man zwar das bitter-böse, vermeintlich genregerechte Finale, muss sich aber auch nicht darüber ärgern, dass dieses völlig unausgereift daherkommt und nur voller Andeutungen steckt. Fazit: unspektakulär, altbacken und weiß Gott ohne Aha-Effekt am Ende. Bildformat: 1,78:1. Des weiteren mit Shiloh Fernandez, Camryn Manheim, Nick Nolte u. a.
© Selbstverlag Frank Trebbin