Martha McKay lernt immer nur die falschen Männer kennen. Da tritt Francis in ihr Leben, der mit seiner offen zur Schau gestellten Durchgeknalltheit eigentlich ja ganz gut zu der gefrusteten Quasselstrippe passt. Doch Marthas neuer Freund hat eine dunkle Vergangenheit als Ex-CIA-Killer, die ihn manchmal auch einholt, so dass ihre Dates anders verlaufen als erhofft. Bald schon geraten die beiden Liebenden in das Kreuzfeuer zwischen Agent Hopper vom FBI und dem Cardigan-Syndikat...
Wenn man sich erst einmal durch das wuselige, von hysterisch-dauerfeuernden Nonsens-Dialogen zwischen Sam Rockwell und Anna Kendrick geprägte erste Drittel des Films gequält hat, wird man mit einer einigermaßen gelungenen Actionkomödie belohnt, die weitaus mehr Schmiss bei der Inszenierung der mitunter harten Kampfszenen entwickelt als bei Wortwitz und wirklichen Gags. Der auf „True Lies“- und „Mr & Mrs Smith“-Terrain wandelnde „Mr. Right“ beweist somit einmal mehr, dass gerade das Komödienfach doch die wahre Königsdisziplin der Unterhaltung ist, denn nur wenige Filmschaffende beherrschen sie – Regisseur Paco Cabezas auf jeden Fall nicht, denn offenbar hatte der gute Mann keinen Zugang zu seinen Figuren. So stimmt weder die Chemie zwischen Rockwell und der Kendrick noch springt irgendein Funke zum Zuschauer über, denn es fehlen wichtige Zutaten wie Sympathie und Tragik. Fazit: „Mr. Right“ erreicht mit zunehmender Laufzeit und immer absurderen, auffällig mit Zeitlupe zelebrierten Action-Kampfkunst-Einlagen schließlich doch noch mit Ach und Krach das rettende Mittelfeld leidlich unterhaltsamer No-Brain-Unterhaltung, bei der allerdings noch merklich viel Luft nach oben gewesen wäre. Nun ja, wem's gefällt. Bildformat: 2,35:1. Des weiteren mit Tim Roth, James Ransone, RZA u. a.
© Selbstverlag Frank Trebbin