Rom. Ein Callgirl wurde umgebracht. Der schmierige Reporter Emilio Bossi (wunderbar: Klaus Kinski) findet schnell heraus, daß der alternde Schriftsteller Aurelio Morelli der Mörder ist. Bossi wittert eine große Story und zwingt Morelli, seine Memoiren zu schreiben. Zur Überraschung aller gesteht der Schriftsteller darin weitere Morde, die er im Laufe der Jahre begangen hat.
Deutschen Filmemachern war es ja noch nie vergönnt, einfach nur pure Unterhaltung zu fertigen. So hätte nämlich auch aus „Das Netz“ ein durchaus interessanter Giallo-Thriller werden können, wenn da nicht Manfred Purzer ständig nur nach einer Message geschielt hätte. Die medienkritischen Momente sind also viel zu dick aufgetragen, so daß für eine oberflächliche, aber zumindest spannende Mörderstory wahrlich kein Platz mehr geblieben ist (vgl. hierzu: „Im Dienste eines Monsters“). Lediglich Klaus Kinski erfüllt seine Rolle mit prallem Leben und sorgt so für ein paar wenige Schauwerte. Im TV letterboxed (1,51:1). Des weiteren mit Mel Ferrer, Heinz Bennent, Elke Sommer u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin