Franks Bewertung

starstarstar / 3

0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

18.05.2016
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Review

von Frank Trebbin

Die beiden FBI-Ermittler Katherine Cowles und Joe Merriwether sind hinter einem Serienkiller her, der seine Opfer mit einem gezielten Stich in die obere Halswirbelsäule praktisch schmerzfrei und voller Gnade tötet. Und weil Agent Merriwether in dem Arzt Dr. John Clancy nicht nur einen Freund sondern auch jemand hat, der mittels Handauflegen „Dinge sehen“ kann, verlässt man die üblichen Ermittlungspfade und heuert eben jenen „Seher“ an. Prompt findet man heraus, dass der Täter tatsächlich gnadenvoll mordet, denn alle seine Opfer waren tödlich erkrankt. Doch als sich zudem noch herausstellt, dass der Mörder ebenfalls seherische Kräfte hat, die die von Dr. Clancy offenbar übersteigen, wird es wirklich kniffelig…

Glaubt man einigen Quellen, so war das Original-Drehbuch zu Afonso Poyarts „Die Vorsehung“ ursprünglich gar direkt in der Nachfolge zum Erfolg von Thriller-Übervater „Sieben“ vom gleichen Studio zwecks Umsetzung geplant, doch es kam (wie so oft) leider anders: so wanderte das Drehbuch durch verschiedenste Autoren- und Produzentenhände, bevor daraus das wurde, was heute eher etwas verschämt als Kinopremiere in zwei, drei ausgesuchten Häusern seinen Einstand feiern durfte und – auch einigen Quellen zufolge – gar zwischenzeitlich als fertiger Film im Giftschrank des Verleihs lagerte. Ist denn „Die Vorsehung“ so schlimm oder schlecht? Mitnichten, aber so richtig gut ist er auch nicht. Die Inszenierung ist irgendwo zwischen nichtssagend und zerfahren angesiedelt; die Handlung bietet kaum wirklich überraschendes noch irgendetwas, was man nicht schon kennt (inkl. zu offensichtlicher Parallelen zu besagtem „Sieben“: das Auftauchen des Täters, das Erstürmen von Wohnungen etc.). Ok, Anthony Hopkins zu sehen, ist immer einer wahre Freude und auch die anderen Darsteller geben sich alle erdenkliche Mühe, „Die Vorsehung“ am Laufen zu halten, doch leider erweist sich gerade das paranormale Element als etwas sperrig bzw. zu offenkundig hanebüchen eingesetzt. Lediglich die letzte halbe Stunde weiß wirklich zu gefallen, schießt dem Genre angemessene Kapriolen und lässt erahnen, was ein weitaus erfahrenerer Regisseur aus der ganzen obskuren Chose gemacht hätte, wenn man ihm Carte blanche gegeben hätte. Bildformat: 2,35:1. Des weiteren mit Abbie Cornish, Jeffrey Dean Morgan, Colin Farrell u. a.

© Selbstverlag Frank Trebbin

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