China irgendwann im Mittelalter. In der alten und geheimnisvollen Festung, in der nur noch Meister Chum mit seiner Familie lebt, geschehen merkwürdige Dinge. Scharen von wildgewordenen schwarzen Schmetterlingen greifen die Menschen an und töten. Nur einige Abenteurer und Krieger glauben nicht an diese geisterhaften Erscheinungen und wagen sich tief in die unterirdischen Gänge der Festung vor. Unter ihnen befindet sich der Schriftsteller Tien Fong…
Obwohl der Film von seinem hiesigen Verleih als weiterer fernöstlicher Knochenbrecher im Stile von Bruce Lee und Co. angekündigt wurde, verbirgt sich hinter dem Regiedebut von Tsui Hark eine phantasievolle Mischung aus Tierhorror, Thriller und Säbelgerassel. Zwar erweist sich im Nachhinein die Lösung als ziemlich irdisch, doch bis dahin wird der Zuschauer hübsch an der Nase herumgeführt und unterliegt der Manipulation der Geschichte. Die Horrorelemente werden dann auch in der ersten Hälfte etwas überstrapaziert und weichen zum Schluß dann den typisch blutigen und kruden Actionsequenzen, für die der Regisseur später bekannt geworden ist. Die Handlung ist im Gegensatz zu anderen vergleichbaren Hongkong-Produktionen auffallend vielschichtig und um eine innere Logik bemüht. Tsui Hark hat mit diesem Streifen ein beachtliches Erstlingswerk geschaffen, welches auch heute noch spannend und unterhaltsam ist. Auf Video letterboxed (1,85:1). Mit Lau Siu Ming, Wong Shee Tong, Michelle und Chan Chi Chi u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin