Franks Bewertung

starstarstar / 5

0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

13.11.2016
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Review

von Frank Trebbin

London 1811. Seit vielen Jahren leidet das Land unter einer Zombie-Plage. Aus diesem Grund gibt es rund um London mehrere Schutzgürtel aus Gräben und Mauern. Zwischendrin befinden sich in ländlicher Gegend Herrenhäuser, in denen die Aristokratie versucht, ihr übliches Leben aufrecht zu erhalten. So auch die Bennets, die ihre hübschen Töchter zwar in den Kampfkünsten haben unterrichten lassen, diese nun aber auch unter der Haube wissen wollen. Dies ist die Geschichte der kratzbürstigen Liz, die sich zwischen dem verschlossenen Zombiejäger Darcy und dem schneidigen Offizier Wickham entscheiden muss – doch dazu muss sie Stolz und Vorurteile überwinden...

Na, das ist doch mal was wirklich anderes. Zombies und Jane Austen. Horror und heiratswillige Jungfrauen. Burr Steers „Stolz und Vorurteil & Zombies“ (das zugrundeliegende Buch von Seth-Graham-Smith ergänzt tatsächlich den ursprünglichen Jane-Austen-Stoff um eine Plage mit Untoten) erfindet zwar das Rad namens Zombiekomödie nicht neu, gewinnt ihr aber durch die viktorianische Zeitepoche und ihre gesellschaftlichen Besonderheiten durchaus neue Seiten ab. Was hingegen fehlt, sind die beißenden Witze, die Schenkelklopfer. Ok, es gibt eine Menge zum Schmunzeln und auch treffende Gags weniger in Wort dafür aber in Bild, doch lautes Ablachen ist eher Mangelware. Aber auch wer auf ein typisches Zombie-Schlachtfest hofft, sieht sich im Endergebnis ziemlich enttäuscht. Gesplattert wird nur sehr verhalten und wenn, dann nur per sterilem CGI. Im Gegenzug wartet „Stolz und Vorurteil & Zombies“ jedoch mit so ziemlich den besten Zombie-Masken seit seligen Tom-Savini-Zeiten auf, was ja auch irgendwie entschädigt. Weitere Pluspunkte sind die recht temporeiche Inszenierung (das dem Stoff zum Schluss die Puste ausgeht, liegt nicht am Film selbst) und die Riege guter Darsteller. Fazit: durchaus mehr als einen Blick wert. Bildformat: 2,35:1. Mit Lily James, Sam Riley, Jack Huston, Lena Headey, Charles Dance u. a.

© Selbstverlag Frank Trebbin

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