Baton Rouge, Louisiana. Der Vize-Präsident der USA ist auf Stippvisite, als plötzlich zombifizierte Landsleute durch die Straßen rennen und das Rathaus stürmen. Schnell ist ein Trupp Navy Seals zusammengestellt, die in einer Rein-Raus-Aktion den zweitwichtigsten Mann des Staates retten sollen. Die Mission gelingt…teilweise, denn auf der Flucht stürzt der Hubschrauber samt Politiker ab. Nun erhalten die Elitesoldaten den Auftrag, einige Wissenschaftler, die den Zombie-Virus entschlüsselt haben, zu retten. Ob es diesmal klappt?
Diesen Film braucht nun wirklich niemand. Schon alleine die Tatsache, dass man sich hier des Konzepts von „Act Of Valor“ bedient und – glaube ich der Werbung? – echte Navy-Seals-Kämpfer vor die Kamera schickt, die tumb und steif durch ein ödes, steriles DV-Filmchen stapfen, ist Grund genug, um „Navy Seals vs. Zombies“ links liegen zu lassen. So ist die Optik dieses sehr merkwürdigen Army-Werbefilm-wird-Zombie-Actioners eher etwas zum Abgewöhnen und alles sieht extrem nach HD-Video und ziemlich unecht aus. Das trifft übrigens auch auf das bei dieser Mischung unvermeindliche Blutvergießen zu: gesplattert wird nur billigst per CGI. Überhaupt wirken die eingebrachten Zombie- bzw. Infizierten-Versatzstücke billig und ohne jedes Gefühl für Genreregeln oder gar das Subgenre selbst, zumal die Untoten erst nach gut 30 Minuten stante pede die Handlung erobern und vor dem überlangen, vor Pathos triefenden Navy-Seals-Selbstbeweihräucherungs-Ende abrupt abtreten. Lediglich eins ist überraschend an „Navy Seals vs. Zombies“: 1980er-Jahre-B-Movie Recke Michael Dudikoff gibt sein (knapp angelegtes) Film-Comeback als harter Vorgesetzer der noch härten Laiendarsteller. Nun ja. Bildformat: 1,78:1. Mit Ed Quinn, Rick Fox, Chad Lail, Molly Hagan u. a.
© Selbstverlag Frank Trebbin