Franks Bewertung

starstar / 5

0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

22.11.2016
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Review

von Frank Trebbin

Die beiden Freundinnen Sloane und Katie wollen, weil sie sich so ein Shopping-Weekend in New York leisten können, für eine Woche auf einer Bio-Farm arbeiten. Doch bereits ihre Anfahrt scheitert kläglich, als sie anstatt auf den Bus zu warten lieber in das Auto zweier netter Jungs steigen. Die beiden Mädchen werden unter Drogen gesetzt und in Überseecontainern, die irgendwo im Wald stehen, angekettet und den örtlichen Hinterwäldlern als Sexobjekte zur Verfügung gestellt. Als sie nach Tagen des Martyriums fliehen können, dürstet es ihnen nach blutiger Vergeltung…

Torture und Rache – das zieht doch wohl immer, das scheint heutigen Filmemachern oft als lohnendes Ziel ihrer Erzählungen zu gelten. Niemand stellt sich wirklich die Frage, ob der Zuschauer überhaupt noch angesichts der pornografiegleich zur Schau gestellten Abartigkeiten ein Minimum an Unterhaltung empfindet, denn viel Neues wird ihm damit nicht zuteil. So rennt auch Terry Miles, der seinen „Even Lambs Have Teeth” als Verbeugung vor dem mitunter minimalistischen B-Kino der 1970er Jahre verstanden wissen will, in eben diese Falle und bringt inhaltlich nur Aufgewärmtes auf den Tisch. Das wäre ja für den Die-Hard-Fan derartiger Stoffe nicht so schlimm, wenn es wenigstens in punkto Schauwerten stimmt. Doch auch in diesem Punkt versagt Terry Miles; wenn auch nicht komplett. Nacktes Fleisch gibt es nur bedingt zu sehen, die Vergewaltigungen geschehen im Off und der spätere Blutgehalt definiert sich kaum über ausgeklügelte Special Effects sondern eher durch krude Einfälle. Hinzukommt, dass die etwas ungelenke Inszenierung nicht immer ganz stilsicher die einzelnen Punkte der ach-so-sattsam-bekannten Rape-and-Revenge-Story ansteuert und das Drehbuch so manches offenkundige Logikloch bereithält. Freude hat man eigentlich nur am ungekünstelten Spiel der beiden Hauptdarstellerinnen und an dem Wissen, dass die alten Klassiker („Last House On The Left“ etc.) unerreicht bleiben. Bildformat: 2,35:1. Mit Kirsten Prout, Tiera Skovbye, Michael Karl Richards, Craig March u. a.

© Selbstverlag Frank Trebbin

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