Lou Ford, Sheriff einer kleinen Bergbaustadt in Montana, ist beliebt. Keiner ahnt, daß er unter Psychosen leidet, verursacht durch traumatische Kindheitserlebnisse. Sie führen dazu, daß sich der Mann in einen brutalen Mörder verwandelt.
Weniger ein zum Mitzittern verführender Psychothriller, als eine milieugetreue Studie bürgerlicher Kleinstadtverhältnisse mit all ihren Haken und Ösen. Durch das effiziente Spiel der sehenswerten Besetzung (in einer kleinen Nebenrolle: John Carradine) gewinnt der Film zwar an psychologischer Tiefe, doch dafür wird die Dramaturgie in den ersten 60 Minuten etwas zu lasch gehandhabt. In seinen unerwarteten, explosiven Gewaltausbrüchen erinnert der Film an die späteren Werke David Lynchs, mit denen er auch die Darstellung der bröckelnden Fassade des heilen Bürgertums gemeinsam hat. Die Beweggründe des psychopathischen Mörders sind –wie so oft im Horrorgenre– in der Kindheit des Täters zu suchen und in einem sexuellen Schlüsselerlebnis auch zu finden. „Der Mörder in mir“ ist ein preisgekrönter Psychothriller, der die Grenzen zwischen Krimi und Horror fließend macht. Mit Stacy Keach, Susan Tyrell, Keenan Wynn, Don Stroud u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin