Franks Bewertung

starstar / 7

0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

19.02.2017
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Review

von Frank Trebbin

Halloween, 1976. Ein Wohnmobil voller abgefuckter Jahrmarkts-Hilfsarbeiter gerät abseits des Highways an eine Bande von Killer-Clowns und Nazi-Zwergen, die in einer stillgelegten Industrieanlage ein mörderische Spiel namens „31“ mit den Gefangenen abhalten: man wettet auf ihr Überleben innerhalb der nächsten zwölf Stunden und schickt Kettensägen-schwingende Irre hinter ihnen her. Als die Todgeweihten, darunter die blondmähnige Charly, gegen jede Erwartung doch mehr Level, sprich Psychopathen, schaffen als gedacht, holt man den ultra-brutalen Doom-Head zur Bereinigung der Situation...

Gevatter Rob Zombie, der sich, seine Musik und die Filme als Gesamtkunstwerk ansieht, zeigt mit „31“ erste wirklich ernste Abnutzungserscheinungen. Ob es nun die rund um Tobe Hoopers Meilenstein „TCM“ zitierten Gewaltfantasien geht, um die ständige Zurschaustellung von Ehefrau Sheri Moon, die bewusst mit vulgärem Sexismus aufgebohrten Dialoge oder gar um Zombies 1970er-Jahre-Inszenierungswillen – alles kennt man bereits mehr als hinlänglich von ihm, originell ist das schon lange nicht mehr. Und wenn dann noch wie hier bei „31“ das Zusammentreiben von Produktionsgeldern nicht nur hinter den Kulissen zur Qual wurde sondern auch zu Einschränkungen in filmischer Hinsicht selbst führte, dann überschreitet Rob Zombie auch mal ganz schnell die Grenze zur selbstreferenziellen Langeweile. Schnelle Schnitte und vor allem in prägnanten Momenten eine immer wieder hektische Kamera sollen das Fehlen ausgeklügelter Spezialeffekte kaschieren; was aber nicht heißt, dass „31“ nicht doch genügend Futter für die Gore-Hounds liefert. Das abgedrehte Figuren- vor allem aber Mörderensemble ist die konsequente Fortführung aus „Das Haus der 1000 Leichen“, wird hier aber noch dadurch ins absolut Absurde gesteigert, weil sich Rob Zombie mit seiner neuesten Provokation wohl auch über den gesamten „Tribute von Panem“-Hype lustig macht. Nun ja, wer's mag. Bildformat: 2,35:1. Des weiteren mit Jeff Daniel Phillips, Lawrence Hilton-Jacobs, Meg Foster, Malcolm McDowell u. a.

© Selbstverlag Frank Trebbin

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