Franks Bewertung

starstarstar / 6

0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

04.09.2016
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Review

von Frank Trebbin

Vor neun Jahren raffte eine große Zombie-Pandemie die Menschheit fast dahin, zwei Milliarden Tote waren zu beklagen. Obwohl heute noch viele Überlebende traumatisiert sind, gibt es auf einer einsamen Insel mit „ReZort“ eine Art florierenden Zombie-Themenpark, bei dem man quasi wie bei einer Safari Untote jagen darf – ob nun zum Vergnügen oder quasi fürs Seelenheil ist jedem selbst überlassen. Eine junge Hackerin sorgt aber dafür, dass das Sicherheitssystem, welches die Untoten in Schach hält, ausgeschaltet wird, so dass die Touristen ihres Lebens nicht mehr sicher sind...

„Westworld“ trifft auf „Jurassic Park“ und „Soylent Green“ trifft auf „Zombie“ - alles zusammen ergibt den mit britischen Geldern auf Mallorca abgedreht „The Rezort – Willkommen auf Dead Island“, mit dem der Zombiefilm wieder ein bisschen zurück zu den sozialkritischen Wurzeln findet, die ihm einst George A. Romero mal verpasste. Darf man Zombies töten? Haben Zombies Gefühle? Wie geht eine Gesellschaft, die schon am Unterschied zwischen arm und reich scheitert und Flüchtlinge gar zu Kanonenfutter degradiert, mit Zombies um? Doch Steve Barker, der Macher hinter den „Outpost“-Filmen, hat nicht ganz die Klasse des Erfinders dieses Subgenres und so weht trotz dieser angerissenen Fragen weit weniger Romeroesker Geist durch „The Rezort – Willkommen auf Dead Island“ als vielleicht angedacht, denn dazu konzentriert sich die Handlung doch leider zu sher nur auf die allzu hinreichend bekannten Pfade. Wirklich neue Erkenntnisse oder gar Blickwinkel werden nicht eröffnet; doch immerhin wird die Geschichte so flott erzählt, dass der reine Unterhaltungswert – zumal es technisch an „The Rezort – Willkommen auf Dead Island“ nichts zu bekritteln gibt – erstaunlich hoch ist. Ebenso erstaunlich ist der Umstand, dass Steve Barker allzu grobe Blutsudeleien umschifft und seien Film trotz einer gewissen Härte nicht billig oder gar schmuddelig hat aussehen lassen. Fazit: weit über Durchschnitt aber für **** fehlt es an Originalität. Bildformat: 2,35:1. Mit Jessic aDe Gouw, Dougray Scott, Martin McCann, Jassa Ahluwalia u. a.

© Selbstverlag Frank Trebbin

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