An der belgischen Küste um 1900 lebt ein ganzes Dorf davon, daß Schiffe mittels falscher Leuchtfeuer in die Klippen gelotst und dort geplündert werden. Zwei junge Mädchen, die einen solchen Schiffbruch überlebt haben, geraten in die Hände der Piraten, die sie vergewaltigen und töten. Als Geister kehren sie jedoch zurück, und mit Hilfe des Satans nehmen sie schreckliche Rache.
Dies ist ein weiterer Sex-Horror-Quickie des Franzosen Jean Rollin. Von der Idee her ist „Les Démoniaques“ durchaus interessant, und auch von der Umsetzung ist man teilweise positiv angetan. Doch nerven die langgestreckten Sex-Einlagen zunehmend, zumal sie oft den poetischen Rhythmus des stimmungsvollen Horrorteils stören. Einige Set-Pieces, wie z.B der mit den Schiffs-Skeletten übersäte Strand, an dem auch das sadistische Finale stattfindet, sind fotografisch gute Motive und tragen viel zur bizarren Atmosphäre des Streifens bei. Leider liegt mir der Film nur in einer spanischen Videofassung (als „Satanicas“) vor, so daß ich mir zur Güte der Dialoge etc. kein Urteil erlauben kann. „Les Démoniaques“ ist bisher nicht in synchronisierter Form nach Deutschland gekommen. Für Jean-Rollin-Komplettisten ist „Les Démoniaques“ ein Muß. Mit Joelle Coeur, Patricia Hermenier, Lieva Burr, John Rico u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin