Franks Bewertung

starstarstar / 4

0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

20.04.2015
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Review

von Frank Trebbin

Für den Mord an den Vergewaltigern seiner Freundin wird Tenshu zum Tod auf dem elektrischen Stuhl verurteilt. Doch wie durch ein Wunder überlebt er die Exekution. Der dubiose Gefängniswärter macht ihm daraufhin ein Angebot: Er darf am Leben bleiben. Doch das heißt nicht, dass er seine Freiheit erlangt. Zusammen mit einem anderen Überlebenden wird er in eine Zelle gesperrt, und beide werden Teil eines grausamen und gefährlichen Militär-Experiments. Noch wissen sie nicht, dass in ihrem Blut ein Isomer zirkuliert, der die beiden zu unbesiegbaren Kampfmaschinen machen soll... (Zitat: Pressetext Sunfilm)

Ryuhei Kitamuras „Alive“ basiert – wie sollte es auch schon anders sein – auf einem recht populären Manga und fast so sieht auch der fertige Film aus. Die stellenweise streng kadrierten Bilder erinnern stark an die gezeichnete Vorlage und beinhalten mit ihren oft eingesetzten CGI-Kulissen eine Künstlichkeit, die wiederum einen Bogen zur Herkunft der Geschichte schlägt. So besehen ist „Alive“ durchaus als Experimentalfilm zu verstehen, der die Grenzen einer Manga-Verfilmung neu auslotet. Die kühlen, mitunter auch sehr blassen Farben verstärken dann noch den Eindruck, dass Ryuhei Kitamura einfach mal ausprobieren wollte, wie es ist, gängige Zuschauererwartungen zu unterlaufen. Doch keine Angst, abseits des gestrengen Stils ist „Alive“ – zumindest in der zweiten Hälfte – eine actionhaltige Phantasmagorie, die mit vielen düsteren Einfällen zu unterhalten versteht. Bildformat 1,78:1. Mit Hideo Sadaki, Ryô, Koyuki, Shun Sugata u. a.

© Selbstverlag Frank Trebbin

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