Franks Bewertung

starstarstar / 4

0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

04.11.2016
481 Mal gelesen

Review

von Frank Trebbin

Nick Barrow ist der Mann, wenn es darum geht, Überfälle und Einbrüche minutiös zu planen. Doch als sein neuster Job mächtig schiefläuft und es danach aussieht, dass er seine Pläne mehrfach verkauft, ist die halbe Unterwelt Atlantas, respektive ein kolumbianisches Drogenkartell, hinter ihm her. Doch auch eine Gruppe korrupter Bullen, die den besagten geplatzten Überfall zu verantworten haben, heftet sich leichenpflasternd an Nicks Fersen. So beschließt dieser, eine Lebensversicherung zugunsten seiner ihm fremden Tochter Catherine, die kriminell zu werden droht, abzuschließen und wenigstens die nächsten drei Tage zu überleben, damit diese wirksam wird. Dazu flieht Nick zusammen mit seiner Tochter aus der Stadt…

Harte Actionkomödien gibt es seit „Nur 48 Stunden“ wie Sand am Meer, auch tüftelige Heist-Movies gibt es so einige und selbst die Zahl der Familienfilme, die sich um getrennte Eltern und ihre Problemkinder drehen, ist schwer zu schätzen. Warum also nicht mal alles miteinander vermengen und mal schauen, wie das funktioniert? So oder so ähnlich muss der Gedankenblitz von Peter Billingsley, einem Ex-Kinderdarsteller und z. B. Co-Produzent von „Iron Man“, gewesen sein, als er den „Term Life – Mörderischer Wettlauf“ zugrundeliegenden Graphic Novel in der Hand hielt und diesen als Stoff für seine erst zweite Spielfilmregie auserwählte. Nun ja, was dabei herausgekommen ist, sitzt mächtig zwischen den Stühlen, ist genremäßig schwer zu packen, aber keinesfalls ein wirklich schlechtes Filmerlebnis. Was fehlt, ist das Gefühl, dass die Teile des Puzzles auch wirklich zusammen passen; was fehlt, ist ein gewisses ordnendes Element. So greifen die einzelnen Elemente um blutige Shoot-Outs, zaghaft-zögerliche Vater-Tochter-Annäherungen und tarantinoesk überhöhte brutale Cops und sentimentale Drogenbosse nicht wirklich ineinander sondern vergeigen in ihrer unausgewogenen Wechselwirkung dem geneigten Zuschauer das ganz große Vergnügen an „Term Life – Mörderischer Wettlauf", der neben dem herrlich mit moppeliger Perücke aufspielendem Vince Vaughn mit einigen interessanten Kurz-Auftritten (Jon Favreau, Terrence Howard, Mike Epps u. a.) punkten kann. Bildformat: 2,35:1. Des weiteren mit Hailee Steinfeld, Bill Paxton, Jonathan Banks u. a.

© Selbstverlag Frank Trebbin

Details
Ähnliche Filme