Der Vigilante war einst ein Navy-Seal-Soldat, der es sich jetzt zur Aufgabe gemacht hat, unter den Gangstern seiner Heimatstadt aufzuräumen. Ganz besonders hat er es dabei auf die armenische Mafia abgesehen. Bei seinen Feldzügen wird er von dem You-Tuber Mike Hanover begleitet, der so den Vigilante zu einer Art Legende macht. Als sich ein mexikanisches Drogen-Kartell den Vigilante schnappt, trommelt Hanover ein paar Ex-Kumpels aus Army-Zeiten zusammen und lässt den Selbstjustizler befreien. Doch das löst erst recht eine Welle der Gewalt aus…
Wer auf etwas schundig-trashige B-Movie-Unterhaltung steht, bei der man sich durchaus Mühe in Punkto Bildgestaltung, Stil und Optik macht, dafür aber im Gegenzug die Zügel bei Drehbuch und F/X etwas schleifen lässt, der sollte ohne Reue zu „L.A. Outlaws – Die Gesetzlosen“ greifen. Action, Härte und Ballereien gehen durchaus in Ordnung, auch wenn die angepeilte „Expendables“-Liga schon mangels Star-Power nie erreicht wird. Auch dass die Produktions-Dollars nicht gerade üppig zur Verfügung standen, macht sich immer wieder mal bemerkbar (man beachte z. B. das CGI-Mündungsfeuer und das Fehlen von Einschusslöchern in Haus und Hof). Inhaltlich wird eine Art „Punisher“-Story ausgebreitet, die aber leider so umständlich und Möchtegern-Tarantino-mäßig erzählt wird, dass einem bei den vielen Zeitsprüngen und Ortswechseln fast schon schwindelig werden kann. Ein wenig mehr Ordnung hätte dem sich mit internationalen Schauplätzen mondän gebendem Drehbuch von Hauptdarsteller Paul Sloan und Regisseur Christian Sesma da durchaus gut getan, doch dafür stimmt das Tempo und so mancher augenzwinkernde Blödsinn im „A-Team“-Stil. Fazit: für den kleinen Hunger zwischendurch bzw. ein Appetit-Häppchen für Besseres. Bildformat: 2,35:1. Michael Madsen, aufgedunsen und abgehalftert, und Michael Jai White, fit, bekleiden Nebenrollen. Des weiteren mit Kevin L. Walker, Quinton „Rampage“ Jackson, James Russo u. a.
© Selbstverlag Frank Trebbin