Franks Bewertung

starstarstar / 3

0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

03.08.2017
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Review

von Frank Trebbin

Ein Vorort von Atlanta. Jeff und Karen Gaffney sind ein langweiliges Ehepaar, die noch nicht einmal jene freie Zeit, als die Kinder ins Sommercamp abdüsen, für sich zu nutzen wissen. Das wird plötzlich ganz anders, als in das leerstehende Haus gegenüber neue Nachbarn einziehen: Tim und Natalie Jones, ein Traumpaar mit interessanten Jobs und offenbar immer noch schwer verliebt. Um seiner eigenen langweiligen Arbeit als Personalmanager in einem Rüstungskonzern zu entfliehen, freundet sich Jeff mit Reiseautor Tim an. Doch Karen ahnt bereits, dass mit den Jones etwas nicht stimmt…

Der in den USA gnadenlos an der Kinokasse gefloppte „Die Jones – Spione von nebenan“ ist eine Agentenkomödie von der Stange – nicht immer ganz zotenfrei, aber dafür mit der Gewissheit, dass nicht jeder Gag sitzt. Ob dies der Grund für das Versagen war oder einfach nur der Umstand, dass man den Unfreiwillige-werden-ins Agentendasein-gestürzt-Stoff bereits hinreichend durchleuchtet hat (zuletzt: „Central Intelligence“), mag jetzt dahingestellt sein, auf jeden Fall besitzt „Die Jones – Spione von nebenan“ kaum ein Alleinstellungsmerkmal gegenüber „Kiss & Kill“ und Konsorten. Im Gegenteil: während Greg Mottola mit „Paul – Ein Alien auf der Flucht“ regelrecht Originalität versprühen konnte, herrscht hier diesbezüglich absolut Ebbe. Das ist irgendwie schade, denn eigentlich stimmt die Chemie zwischen den beiden gegensätzlichen Pärchen (Zach Galifianakis und Isla Fisher auf der einen Seite, Jon Hamm und Gal Gadot auf der anderen), doch leider ist das Drehbuch nach einem recht guten Beginn nur noch Durchschnitt und selbst mit der (teilweise unpassend blutigen) Action (die übrigens auffallend spät einsetzt, dafür aber ordentlich bebildert ist) werden keine Punkte mehr eingefahren. Zu sehr ist man da alten Rollenbildern verpflichtet, zu stereotyp geht es in die mitunter laut aufdrehende Situationskomik. Fazit: nur der Cast rettet die drei Sterne! Bildformat: 2,35:1.

© Selbstverlag Frank Trebbin

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