Franks Bewertung

starstarstarstar / 3

0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

02.12.2017
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Review

von Frank Trebbin

Lisa und Kate verbringen einen Traumurlaub an der Küste Mexikos. Und weil man private Probleme vergessen möchte und den besonderen Kick sucht, entscheiden sich die beiden Schwestern für ein vermeintlich sicheres Cage-Diving unter Haien. Obwohl ein Blick auf das heruntergekommene Boot von Kapitän Taylor nichts gutes verheißt, lassen sich die jungen Frauen in einem rostigen Käfig einige wenige Meter ins Meer hinab. Da löst sich die Winde und man landet in 47 Meter Tiefe in einem kalten Unterwassergefängnis, aus dem es angesichts von Haien und Luftmangel kein Entrinnen gibt...

Haie ziehen immer. Ob nun im Z-Grade-Trash-Bereich wie bei „Sharknado“ oder aber in solch einem klaustrophobischen Unterwasser-Thriller wie „47 Meters Down“. Haie ziehen wirklich immer. Und so darf man sich auch hier trotz überschaubarem Figuren-Ensemble auf ein paar zünftige, mit Überraschungseffekt inszenierte Hai-Angriffe freuen, die allerdings nicht der einzige Daseinsgrund von „47 Meters Down“ sind. Nein, viel eher geht es Johannes Roberts in seinem dem Survival-Subgenre zuzuordnenden, sehr packend inszenierten Film um das Abhandeln einer Extremsituation, die gar nicht mal so unwahrscheinlich erscheint. Geschickt werden diverse Ängste angesteuert – Dunkelheit, Luftnot, Allein- und Eingeschlossensein etc. - und auch ohne viel Federlesens nach und nach abgehakt, wobei man trotz aller Twists nie das Gefühl hat, dass das alles zu überkonstruiert daherkommt. Spannung und Thrill werden nach einer üblichen, fast schon austauschbaren Exposition in Werbe-Clip-Manier geschickt forciert – da zeigt sich Johnanes Roberts wirkliches Talent beim Geschichtenerzählen, denn Zeit zum Luftholen bleibt einem nicht wirklich. Das Timing aus Action und Schocks ist annähernd perfekt und machen aus „47 Meters Down“ einen bis zur letzten Minute zum Mitfiebern einladenden, echten Überraschungsfilm, den man so nicht auf dem Plan hatte. Da geht einem glatt die Luft aus, wow! Bildformat: 2,35:1. Mit Claire Holt, Mandy Moore, Chris J. Johns, Matthew Modine u. a.

© Selbstverlag Frank Trebbin

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