Paris. Fuad Ramses betreibt ein American Diner – leider sehr erfolglos, wesewegen er des Nachts als Wächter im ägyptischen Museum arbeitet. Und als Fuad eines Tages seine Psycho-Pillen in den Ausguss verliert, erscheint ihm die altägyptische Göttin Ishtar zwischen den Ausstellungsstücken, so dass der Koch fortan von ihr und ihrem alten Kult besessen ist. Da stehen dann auch bald Menschenopfer auf der Speisekarte, denn Fuad will seiner Göttin ein Festmahl bereiten…
Bei diesem Remake des einst wegweisenden Splatter-Klassiker von Herschell Gordon Lewis handelt es sich um eine recht solide Low-Budget-Produktion aus der mit Crowdfunding-Geldern unterstützten C-Plus-Liga, die optisch und filmtechnisch betrachtet das diesbezüglich ziemlich grottige Original selbstverständlich weit hinter sich lässt. Rein visuell betrachtet unterscheiden sich Original und Remake also schon erheblich voneinander und der Amateurhaftigkeit von 1963 stehen selbst bei den Darstellern und den Effekten komplett konträre Leistungen entgegen. Selbst die Story an sich ist etwas aufgebohrt worden. Und dennoch entfaltet „Blood Feast“ (2016) nicht jene Wirkung wie damals. Ob es an der arg gerupften DF liegt (die FSK-18-Fassung soll um rund 3 Minuten gekürzt sein) oder aber an dem Umstand, dass der aus Nürnberg stammende Marcel Walz das blutige Treiben ohne trashiges Augenzwinkern präsentiert, sei hier mal dahingestellt. Neuland in punkto Blut und Gewalt wird heute – wie 1963 tatsächlich geschehen – nicht betreten. Der Body Count ist überschaubar und was Ekel-Effekte angeht hat der Horror-Fan heutzutage ja wohl schon eh alles gesehen. Fazit: filmisch ganz okay, aber ein Klassiker wird die Neuverfilmung nicht werden. Bildformat: 2,35. Mit Robert Rusler, Caroline Williams, Sophie Monk, Sadie Katz u. a.
Ab 02.08.2018 auf DVD, BD und digital.
© Selbstverlag Frank Trebbin