Kopenhagen. Mona ist mitten in den Vorbereitungen zu ihrer Hochzeit mit Martin, als sie bei einem Treff mit ihren Freundinnen feststellt, dass sich Anne in der letzten Zeit mächtig verändert hat. Kein Wunder, denn ihre Busenfreundin befindet sich in den Fängen des Psychiaters Dr. Lack, der aus seinen Patienten willenlose Anhänger für seine Psychosekte macht. Als Mona mit Dr. Lack Kontakt aufnimmt, um Anna zu befreien, gerät sie selbst ins Visier. Der Psychoterror beginnt mit einem Toten in Monas Bett...
Dieser preisgekrönte Psychothriller aus Dänemark versucht den unmöglichen Spagat zwischen genregerechter Unterhaltung und anklagender Kritik am heutigen Sekten-Unwesen. Dass solch ein Unterfangen meist als Bauchlandung endet, dürfte jedem klar sein, und so darf man von "Gnadenlose Verführung" eigentlich auch nichts anderes erwarten. Zur Überraschung aller funktioniert der Film jedoch auf seine Weise recht gut, auch wenn er in punkto Suspense bei weitem nicht an den Vorzeige-Dänen "Nightwatch - Nachtwache" heranreicht, denn dazu ist die hiesige Handlung zu zerfahren. Auch das Ende entläßt den Zuschauer mit einigen Fragen auf den Lippen, so dass man eher einen zwiespältigen Gesamteindruck gewinnt. Im TV letterboxed (1,78:1). Mit Jakob Gronlykke, Sofie Grabol, Ellen Hillingso, Sverre A. Ousdal u.a.
© Selbstverlag Frank Trebbin