Franks Bewertung

starstarstar / 6

0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

03.04.2018
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Review

von Frank Trebbin

Emily zieht mit ihrem Mann Jesse in ein einsames Haus im Wald, damit sie sich besser um ihren Bruder Zach kümmern kann, der seit einem Unfall an schwerer Zerebralparese leidet und auf ständige Pflege angewiesen ist. Und weil das erste Wochenende im Zeichen von Aufräumen und Renovieren steht, geht ihnen ein befreundetes Pärchen zur Hand. Als man an Fensterläden und Wänden religiöse Symbole entdeckt und diese kurzerhand entfernt, geschieht plötzlich unheimliches: Zach scheint über Nacht geheilt und kann plötzlich wieder laufen und sprechen – was daran liegt, dass der junge Mann von Dämonen besessen ist...

Ganz ohne Umschweife könnte man „The Evil Ones“, eine dieser etwas besseren, weil gefällig gefilmten DV-Produktionen, locker als eine Art Variation des altbekannten „Evil Dead“-Stoffes umschreiben, denn hier wie dort geht es um eine Holzhütte (nun ja, jetzt wohl eher ein Blockhaus) im Wald und Dämonen. Und weil Regisseur und Drehbuchautor Alexander Babaev zudem auch noch offenkundig das 1974er-Original von „TCM“ kennt, ergänzt er die übliche Truppe von notgeilen jungen Leuten um einen Behinderten, dessen Vorhandensein letztendlich sogar die dämonischen Umtriebe erst ermöglicht. Nach einer für die recht kurze Laufzeit von gerade mal 80 Minuten viel zu lang geratenen Exposition geht es ab der Mittelmarke gut ab und ein blutiger Einfall jagt den nächsten. Das macht trotz überwiegend hölzerner Auftritte drittklassiger Mimen in begrenztem Maße sogar richtig Spaß, denn Alexander Babaev erweist sich in gewisser Hinsicht als Connaisseur in Punkto Körperpenetration: es wird gestochen, gepfählt und durchbohrt auf Teufel komm raus. Old-School-Effekte runden da das vordergründige aber nie übermäßig grausame Splatter-Vergnügen für Fans solch derber Unterhaltung ab. Fazit: „Evil Dead“ lugt durch jede Holzritze, inszenatorisch eher Fede Alvarez als Sam Saimi, dennoch guter Durchschnitt. Bildformat: 2,35:1. Mit Margaret Judson, Devin Goodsell, Michael Johnston, Bobby T u. a.

© Selbstverlag Frank Trebbin

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