Chloe wacht gefesselt und ohne Erinnerung in einem schmutzigen Zimmer auf. Neben ihr liegen ein Dutzend anderer bewusstloser Frauen. Nicht wissend, wo sie ist und wahnsinnig vor Angst versucht Chloe, sich zu befreien. Denn ein maskierter Killer holt sich ein Opfer nach dem anderen, um sie zu töten. Für die junge Frau beginnt ein gnadenloser Wettlauf gegen den Tod und um das nackte Überleben... (Zitat: Pressetext Tiberius Film)
Manchmal reicht eine knappe Idee und ein limitierter Drehort aus, um daraus ein kleines filmisches Kunstwerk zu machen. Dies ist zwar „Gefesselt – Wake In Fear“ nun wahrlich nicht geworden, doch immerhin hat es ausgereicht, um ihn innerhalb des Woman-In-Danger-Subgenres in die Oberliga zu katapultieren. Der Survival-Kampf der Protagonistinnen ist nämlich allemal abwechslungs- und überraschungsreicher geraten als sonst so üblich und so präsentiert sich „Gefesselt – Wake In Fear“ in diesen Szenen als kleines, fieses B-Film-Juwel, das weitestgehend nur durch die Mankos einer typischen Exploitation-Produktion, also durch eine allzu sehr auf nackte Haut bedachte Inszenierung verbunden mit eher schlechten darstellerischen Leistungen, am Scheinen gehindert wird. Doch für einen Spielfilmdebütanten macht Dylan K. Narang alles in allem vieles richtig und dreht genüsslich an der Spannungsschraube. Leider bremst dafür das Drehbuch durch eine Parallelhandlung, die die im Elizabeth-Barthory-Terrain verlinkte Auflösung aufbereitet, das Ganze mächtig aus, so dass zum Schluss der fade Beigeschmack von Mittelprächtigkeit verbleibt. Bildformat: 1,78:1. Mit Caitlin Stasey, Markus Taylor, Rachel Melvin, Leah McKendrick u. a.
© Selbstverlag Frank Trebbin