Der aus Spanien stammende Schriftsteller und Drehbuchautor Paul – eigentlich Pablo – hat sich nach beruflichen und privaten Rückschlägen in die Einsamkeit der Berge nahe Denver zurückgezogen. Als ihn der Anhalter Jack vor einem aggressiven Trucker in Schutz nimmt, zeigt Jack ein Herz und gibt dem jungen Mann Unterkunft für eine Nacht. Daraus entwickelt sich schnell eine Art Zweckgemeinschaft, weil Jack anbietet, das Haus wieder auf Vordermann zu bringen. Zu diesem Zeitpunkt ahnt Paul nicht, dass er sich auf diese Weise einen kranken Psychopathen zum Freund gemacht hat...
Trinkender Schriftsteller mit Schreibblockade trifft zwar nicht wie einst bei „Stephen Kings Stark“ auf sein Alter Ego, macht aber in diesem (kurioserweise in Europa gefilmten) US-Remake des gleichnamigen französischen Film von 2008 eine ebensolche folgenschwere Bekanntschaft. Dieser Psychothriller-Stoff hätte in den Händen eines besseren Regisseurs vielleicht ja die Chance gehabt, so eine Art modernisiert-abgewandelte „Misery“-Variation zu werden, doch was Nebendarsteller-wird-Regisseur Brian Goodman daraus gemacht hat, ist inszenatorisch betrachtet nur äußerst mittelprächtig geraten. Abgesehen von ein paar guten, im Hintergrund ablaufenden Bildern der beeindruckenden Naturkulisse Italiens ist die Kameraführung wenig professionell und die Schnittmontage eher einfallslos. Der über weite Strecken als Zwei-Personen-Stück konzipierte „Black Butterfly – Der Mörder in mir“, der natürlich mit den üblichen abgedroschenen Story-Twists aufwarten muss, wird zwar von seinen Darstellern getragen, krankt aber schlussendlich an der absoluten Unglaubwürdigkeit seiner Charade (im doppelten Sinne übrigens). Fazit: kaum der Rede wert. Schade. Bildformat: 2,35:1. Mit Antonio Banderas, Jonathan Rhys Meyers, Piper Perabo, Vincent Riotta u. a.
© Selbstverlag Frank Trebbin