Franks Bewertung

starstarstar / 3

0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

02.11.2017
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Review

von Frank Trebbin

Die gesamte Familie von Ella wird wegen der zwielichtigen Geschäfte ihres Vaters kaltblütig ermordet. Zur selben Zeit besucht Ella nichtsahnend eine Schweizer Universität und wird selbst Zeugin einer schrecklichen Tat: Profikiller Stephen Lucas ermordet zwei Menschen vor ihren Augen. Eigentlich steht auch sie auf seiner Abschussliste, doch er bringt es nicht übers Herz, das junge Mädchen zu töten, und gerät selbst ins Visier seiner Auftraggeber. Von nun an stehen beide auf der Todesliste und werden durch ganz Europa gehetzt. Sie versuchen, diejenigen zu finden, die für den Mord an Ellas Familie verantwortlich sind, um Rache zu üben… (Zitat: Pressetext Universum Film)

Wie viele Filme mögen es mittlerweile sein, in denen ein Auftragskiller, der sein Gewissen entdeckt, Dreh- und Angelpunkt eines wie auch immer gearteten Thrillers ist? 1993 zurrte Luc Besson mit „Léon - Der Profi“ die Standards der modernen Vertreter diese eigentlich viel älteren Subgenres fest und erst vor kurzem erschien „Khali The Killer“ zu diesem Thema, eine zwar inhaltlich seelenverwandte aber bestenfalls als Milieustudie zu sehende Arbeit. Nun also ist es Sam Worthington, der in „The Hunter's Prayer“ einen bezahlten Mörder / einsamen Wolf mimen darf und der Kniff hierbei ist, dass Details der Story erst nach und nach gelüftet werden und die Beweggründe der Protagonisten immer offener zutage treten. Und weil Regisseur Jonathan Mostow bereits Erfahrungen sowohl mit Big-Budget-Action („Terminator 3“) als auch mit fein ziselierter Spannung („Breakdown“) aufzuweisen hat, ist der offenkundig nur in der B-Film-Liga angesiedelte, in Europa gefilmte und co-produzierte „The Hunter's Prayer“ doch noch recht ansehnlich geraten – trotz deutlich austauschbarer Handlung, kaum spürbarer Härte und einem ganz unglaubwürdigem Finale. Neben der routinierten Inszenierung retten jedoch die guten darstellerischen Leistungen das doch in Details kränkelnde Skript vor dem Totalausfall. Fazit: ein oberflächlicher Zeitvertreiber. Bildformat: 2,35:1. Des weiteren mit Odeya Rush, Allen Leech, Amy Landecker u. a.

© Selbstverlag Frank Trebbin

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