Franks Bewertung

starstarstar / 3

0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

15.08.2017
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Review

von Frank Trebbin

Irgendwann in nicht allzu ferner Zukunft. Das Unternehmen Alterplex Energy hat einen Weg gefunden, die Versorgungsprobleme der Menschheit zu lösen: man hat in einem Paralleluniversum die Erde kopiert und zapft nun von dort sämtliche Energieressourcen ab. Natürlich kann solch eine Idee nur schiefgehen, es kommt zu verheerenden Katastrophen bei denen Schiffe und Flugzeuge quasi weggesaugt werden. Pilot Will Porter wird losgeschickt, um auf Erde Zwei „nach dem rechten“ zu sehen. Was er dort erlebt, lässt ihn an Alterplex zweifeln…

„Hardcore“ (2015) hat es vorgemacht, der in Europa produzierte Science-Fiction-Film „Kill Switch“ zieht quasi nach: eine (hier: fast) komplette Handlung in First-Person-Shooter-Manier inszeniert; also eine Art Videospiel ohne Möglichkeit des Eingreifens. Das muss man mögen – ansonsten kann man Tim Smits Film gleich als langweilig oder misslungen abstempeln. Doch das wäre ziemlich ungerecht gegenüber dem durchaus ehrenwerten Bemühen, aufregendes Genrekino auch mal abseits einer großen Hollywood-Mainstream-Produktion auf die Beine zu stellen. Ok, so richtig originell an „Kill Switch“ ist zwar nur die Ausgangsidee mit der kopierten Erde, doch immerhin ist der Rest gut geklaut (z. B. die Flugmaschinen aus „Terminator“, die Werbeclips aus „Robocop“, die beklemmenden Katastrophen-Bilder aus „Knowing“ usw.) und recht homogen in eine Story eingeflossen, bei der die immer als solche zu erkennenden, aber oft nur im Hintergrund auftretenden visuellen Effekte per CGI den ganz speziellen Charme dieses durch und durch soliden B-Films ausmachen. Auch wenn das Vorantreiben der Handlung immer wieder durch Rückblenden (nur diese als klassisch inszenierte Spielszenen) ausgebremst wird, ist „Kill Switch“ insgesamt betrachtet doch recht flott auf den Beinen und bietet Fans, die nicht so sehr auf Details achten, beeindruckendes, physisch greifbares Kino, das durchaus genauso rummst wie ein Großer! Bildformat: 2,35:1. Mit Dan Stevens, Bérénice Marlohe, Tygo Gernandt, Bas Keijzer u. a.

© Selbstverlag Frank Trebbin

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