Franks Bewertung

starstarstar / 4

0-5 Sterne für den Film, gefolgt von dem "Härtegrad" auf einer Skala von 0-10

26.11.2017
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Review

von Frank Trebbin

Eine achtlos dem Müll übereignete chinesische Spieluhr, die der liebende, aber arme Vater von Clare seiner jungen, in der Schule gehänselten Tochter mitbringt, ist der Ausgangspunkt für eine Anzahl zuerst freudiger, dann immer unheimlich werdender Ereignisse, denn das Kleinod verspricht, seinem Besitzer sieben Wünsche zu erfüllen. Gesagt, getan. Clare wünscht sich quasi ein neues Leben, Reichtum usw. und wird auch prompt erhört. Im Gegenzug fordert die Spieluhr aber einen Blutzoll, der von Clare zunächst ungeachtet bleibt, denn die Morde um sie herum erscheinen immer nur als freakige Unfälle…

Dass man das Rad nicht neu zu erfinden braucht, ist gemeinhin weit bekannt. Dass ein Gros der Horrorfilme die immer gleichen Geschichten repetiert ebenso. Hat man diesen Grundsatz verinnerlicht, so gelingt es einem auch, sich mit „Wish Upon“ anzufreunden, denn nichts, wirklich nichts ist an John R. Leonettis Fließband-Gruseler neu oder gar originell. Auch wenn es optisch bzw. von der Inszenierung her nichts (immerhin ist Leonetti ein gestandener Kameramann) oder kaum etwas (die tonale Dynamik zwischen den normalen Szenen und den auf Krawall gebürsteten Jump-Scares ist enorm nervig) zu bekritteln gibt und die darstellerischen Leistungen durchweg solide sind, merkt man auf inhaltlicher Ebene doch recht schnell, wie abgestanden doch das Ganze ist. Ob nun Ouija-Brett, Cenobiten-Würfel oder aber eine chinesische Box, ein paranormales Kleinod macht sich immer gut, der Rest geht als Mischung aus dem Dschinn-Wunsch-Gehabe aus „Wishmaster“, den (eher mild kopierten) Todesfällen aus „Final Destination“ und der weithin im Genre verbreiteten Teenager-Mobbing-Thematik durch. Greift man also gerne mal zu einem aufgewärmten Gericht und beschwert sich nicht über den faden Beigeschmack, so stillt „Wish Upon“ wenigstens den kleinen Hunger zwischendurch. Nicht mehr, nicht weniger. Bildformat: 2,35:1. Mit Joey King, Ryan Phillippe, Ki Hong Lee, Mitchell Slaggert u. a.

© Selbstverlag Frank Trebbin

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